Einzelnes Tunnelportal
Das Portal bildet den sichtbaren Eingang. Bergkörper, Innenwand und verdeckte Trasse entstehen individuell und lassen sich exakt an den Gleisplan anpassen.
Tunnel bauen: Modellbahn-Tunnel richtig planen beginnt beim Gleis und nicht beim Portal. Die verdeckte Strecke muss mit allen vorgesehenen Lokomotiven, langen Wagen, Triebzügen und gegebenenfalls angehobenen Stromabnehmern sicher befahrbar sein. Erst danach folgen Tunnelröhre, Innenwand, Portal, Bergkörper und Vegetation.
Ein Tunnel erfüllt mehrere Aufgaben. Er lässt Züge im Gelände verschwinden, trennt verschiedene Anlagenszenen und kann enge Streckenführungen optisch beruhigen. Gleichzeitig entsteht ein schwer einsehbarer Bereich, der für Reinigung, Reparatur und das Bergen entgleister Fahrzeuge zugänglich bleiben muss.
Der sichtbare Tunneleingang besteht nicht allein aus einer Portalfront. Flügelmauern, ein kurzes Stück Tunnelinnenwand, Entwässerung, Fels oder Erdhang und der Übergang zum Gleisbett erzeugen ein glaubwürdiges Gesamtbild. Hinter dem Portal sollte kein heller Anlagenraum oder unverkleideter Holzrahmen sichtbar sein.
Länge, Gleiszahl, Kurvenlage, Epoche und Landschaft bestimmen, ob ein einzelnes Portal, ein Fertigtunnel oder eine vollständig selbst gebaute Röhre sinnvoll ist.
Das Portal bildet den sichtbaren Eingang. Bergkörper, Innenwand und verdeckte Trasse entstehen individuell und lassen sich exakt an den Gleisplan anpassen.
Eine kompakte Lösung für kleine Anlagen und Dioramen. Innenmaße, Gleislage und Eingriff müssen vor der festen Montage praktisch geprüft werden.
Ecktunnel verdecken eine Kurve platzsparend. Wegen des Fahrzeugüberhangs ist der seitliche Freiraum besonders sorgfältig zu kontrollieren.
Ein zweigleisiges Portal benötigt den richtigen Gleisabstand. Zwei getrennte Röhren können bei Gebirgs- und Neubauthemen eine überzeugende Alternative sein.
H0m, H0e, H0f, Nm oder TTe nutzen kleinere Vorbildprofile. Portal und Innenraum sollten trotzdem genügend Eingriff und Kurvenfreiheit bieten.
Glatte Betonflächen, große Querschnitte, Sicherheitswege und moderne Fahrleitung passen zu Haupt- und Hochgeschwindigkeitsstrecken der jüngeren Epochen.
Die Portalöffnung allein beweist noch keine sichere Durchfahrt. Entscheidend ist der freie Raum um Gleis, Fahrzeug und Stromabnehmer über den vollständigen Streckenverlauf.
| Planungsbereich | Was muss geprüft werden? | Praktische Umsetzung |
|---|---|---|
| Gerades Gleis | Fahrzeugbreite, Fahrzeughöhe, Dachaufbauten und seitlicher Zugriff | Größtes vorgesehenes Fahrzeug langsam durch eine Portalschablone fahren. |
| Gleis im Bogen | Überhang an Wagenenden und Ausschlag in der Fahrzeugmitte | Längsten Drehgestellwagen geschoben und gezogen in beiden Richtungen testen. |
| Schmalspur | Passendes Profil für H0m, H0e, Nm, TTe oder andere Modellspur | Schmalspurportal und Fahrzeugabmessungen gemeinsam auswählen. |
| Oberleitung | Fahrdrahthöhe, Stromabnehmer, Halterungen und Bauhöhe der Tunneloberleitung | Mit vollständig angehobenem oder betrieblich begrenztem Stromabnehmer testen. |
| Zweigleisige Strecke | Gleisabstand, Begegnung langer Fahrzeuge und seitliche Innenwände | Zwei längste Wagen gleichzeitig im Portal- und Bogenbereich positionieren. |
| Portalstandort | Kurvenradius, Fahrzeugüberhang und sichtbarer Innenraum | Portal möglichst auf gerader Strecke oder in einem großzügigen Bogen anordnen. |
| Wartungsraum | Greifhöhe, Reinigung, Kabelzugang und Bergung eines Fahrzeugs | Abnehmbaren Berg, Rückseitenöffnung oder ausreichend großen Eingriff vorsehen. |
Maßgeblich bleiben das konkrete Fahrzeug, der verwendete Radius, das Gleissystem, die Portalöffnung und gegebenenfalls die Oberleitung. Eine allgemeine Pauschalöffnung ersetzt keine Probefahrt.
Ein langer Wagen kann außen mit seinen Enden und innen mit seiner Mitte über das Gleisprofil hinausragen. Deshalb wird nicht nur die Lok, sondern der längste Wagen des geplanten Betriebs geprüft.
Bauform und Oberfläche des Portals sollten zur dargestellten Bahn, Epoche und Region passen. Der einsehbare Innenraum verhindert, dass das Portal wie eine aufgestellte Kulisse wirkt.
Natursteinportale passen zu Nebenbahnen, Gebirgsstrecken und älteren Hauptbahnen. Fugen, einzelne Verfärbungen und ein unregelmäßiger Berganschluss lockern die Front auf.
Ziegelportale unterstützen Industrie- und Stadtmotive. Betonportale passen zu ausgebauten Hauptstrecken, Neubautunneln und modernen Bahnanlagen.
Gerade oder gebogene Innenwände verkleiden den Bereich hinter dem Portal. Ein dunkler Verlauf oder eine leichte Kurve verhindert den direkten Blick in den Anlagenraum.
Mauern halten den Hang optisch zurück. Geröll, Entwässerungsrinne, Kabelkanal und ein sauberer Anschluss an das Schotterbett machen den Tunneleingang nachvollziehbar.
Dunkle Bereiche oberhalb der Öffnung, Feuchtespuren in Fugen und dezenter Bewuchs vermitteln Nutzung. Gleichmäßig schwarze Flächen wirken dagegen schnell künstlich.
Eine feine Trennfuge kann hinter Fels, Mauer, Busch oder Geländekante verschwinden. Passstifte oder Magnete führen das Landschaftsteil wieder in die richtige Position.
Der sichtbare Maßstab bestimmt Mauerwerk und Portalgröße. Die Modellspurweite bestimmt zusätzlich, welches Fahrzeugprofil durch die Öffnung fahren muss.
| Nenngröße | Maßstab | Typische Modellspur | Hinweis zum Tunnelbau |
|---|---|---|---|
| Z | 1:220 | 6,5 mm | Feine Portale und kleine Röhren benötigen trotzdem einen gut erreichbaren Eingriff. |
| N und Nm | 1:160 | 9 mm beziehungsweise schmaler | Lange Fahrzeuge erlauben große Landschaftswirkung, verlangen im Bogen aber Freiraum. |
| TT, TTm und TTe | 1:120 | 12 mm beziehungsweise Schmalspur | Portal ausdrücklich nach TT- oder Schmalspurprofil auswählen. |
| H0 | 1:87 | 16,5 mm | Große Auswahl an ein- und zweigleisigen Portalen, Röhren und Fertigtunneln. |
| H0m, H0e und H0f | 1:87 | 12, 9 oder 6,5 mm | Landschaft bleibt H0-groß; das kleinere Schmalspurprofil benötigt passende Portale. |
| S, Sm und Se | 1:64 | 22,5 mm beziehungsweise Schmalspur | Häufig entstehen Portal und Innenröhre als individueller Eigenbau. |
| 0, 0m und 0e | meist etwa 1:45 | 32 mm beziehungsweise Schmalspur | Große Öffnungen und breite Zugriffsmöglichkeiten früh einplanen. |
| 1, Im und Ie | 1:32 | 45 mm beziehungsweise Schmalspur | Tunnel meist segmentiert und mit leichter, stabiler Innenkonstruktion bauen. |
| G, II und IIm | vorbildabhängig, häufig etwa 1:22,5 | häufig 45 mm | Außenanlagen benötigen wetterfeste, entwässerte und gut zugängliche Tunnel. |
Spurweite, Maßstab und Lichtraum sind getrennt zu betrachten. Das konkrete Portal wird immer mit den tatsächlich eingesetzten Fahrzeugen geprüft.
Filtern Sie die Auswahl nach Spurgröße, Hersteller, Gleiszahl, Einsatz und Warengruppe. Beim Erreichen des Bereichs werden die beiden aktuellen Seiten der Tunnel-Warengruppe und anschließend die einzelnen Produktseiten geprüft. Nicht erreichbare oder ausdrücklich archivierte Artikel erscheinen nicht.
Die geprüfte Produktauswahl wird angezeigt.
Natursteinportal für eine zweigleisige Tunneleinfahrt.
Produkt ansehen →
Portal für eine klassische einspurige Haupt- oder Nebenbahn.
Produkt ansehen →
Portalbausatz für eine breite Hauptstreckenöffnung.
Produkt ansehen →
Bruchsteinportal für meterspurige und schmalere H0-Bahnen.
Produkt ansehen →
Verkleidung für den einsehbaren Innenbereich im Gleisbogen.
Produkt ansehen →
Formbare Felsstruktur für individuelle Tunnelinnenflächen.
Produkt ansehen →
Kompakter Tunnelkörper für eine gerade eingleisige Strecke.
Produkt ansehen →
Fertige Landschaftsform für eine verdeckte Eckkurve.
Produkt ansehen →
Zwei Portale für TT-Strecken mit Dampf- oder Elektrobetrieb.
Produkt ansehen →
Kompaktes Portal für eine zweigleisige Spur-N-Strecke.
Produkt ansehen →
Portale für gerade oder gebogene Spur-N-Tunneleinfahrten.
Produkt ansehen →
Strukturierte Innenverkleidung für kleine Z-Tunnel.
Produkt ansehen →
Großformatige Portale für Garten- und Großbahnszenen.
Produkt ansehen →
Große Portalöffnung für unterschiedliche H0-Betriebsarten.
Produkt ansehen →Prüfen Sie Spurgröße, Gleiszahl, Radius, längstes Fahrzeug und Oberleitung, bevor Portal, Tunnelröhre und Berg fest montiert werden.
Portale, Fertigtunnel, Innenwände und Tunnelröhren.
Flügelmauern, Hartschaum und Oberflächenmaterial.
Material für Berganschluss, Felsen und Portalränder.
Bauwerke für Täler, Durchlässe und Gebirgsstrecken.
Technische Grundlage der sichtbaren und verdeckten Strecke.
Fahrdraht, Masten und Komponenten für Elektrobetrieb.
Kleber für Hartschaum, Kunststoff, Holz und Landschaft.
Fugen, Ruß, Feuchtigkeit und Gestein kolorieren.
Die Baufolge hält die verdeckte Strecke so lange wie möglich offen und trennt technische Prüfung, Innenausbau und Landschaftsgestaltung.
Bestimmen Sie Tunnelanfang, verdeckte Strecke, mögliche Eingriffe und den Übergang zur Landschaft.
Testen Sie beide Fahrtrichtungen, geschobene Züge, Begegnungen und gegebenenfalls den Stromabnehmer.
Gleis, Schienenverbinder und Verkabelung müssen vor dem Landschaftsbau zuverlässig funktionieren.
Der Zugriff muss Reinigung, Reparatur und das sichere Herausnehmen eines Fahrzeugs ermöglichen.
Noch ohne Kleber werden Fahrzeugfreiraum, Flügelmauern und Anschluss an den Berg überprüft.
Der vom Portal sichtbare Bereich erhält eine dunkle, strukturierte und zum Portal passende Oberfläche.
Hartschaum, Gewebe oder Gerüst bilden eine leichte Hülle, ohne den Wartungsweg zu blockieren.
Nach einer letzten Probefahrt folgen Fugenfarbe, Betriebsspuren, Boden und passende Pflanzen.
Staub, Abrieb und kleine Landschaftsreste sammeln sich auch auf verdeckten Gleisen. Der Tunnel benötigt deshalb einen freien Reinigungsweg. Lose Gipsstücke, Streumaterial oder Kabel dürfen nicht über dem Gleis hängen.
Weichen und komplizierte Gleisverbindungen sollten möglichst nicht unter einem festen Berg liegen. Ist das betrieblich nicht vermeidbar, muss der gesamte Bereich von oben, unten oder hinten erreichbar sein.
Eine einfache Servicebeleuchtung oder eine Kamera kann die Kontrolle erleichtern, ersetzt aber keinen Eingriff. Bei Gartenbahntunneln kommen Entwässerung, Frostbeständigkeit und Schutz vor eingetragenem Laub hinzu.
Der längste Wagen bestimmt den seitlichen Platzbedarf im Bogen.
Jede verdeckte Stelle muss mit der Hand erreichbar bleiben.
Fahrdraht und Halterungen benötigen zusätzliche Höhe und Zugang.
Innenwand, dunkle Blende oder Gleisbogen erzeugen räumliche Tiefe.
Portal, Innenwand, Oberleitung und abnehmbarer Berg können den zuvor freien Raum verändern. Deshalb wird der vollständige Zugverband nach jedem wesentlichen Arbeitsschritt erneut getestet.
Die Antworten helfen bei Portalgröße, Gleislage, Oberleitung, Schmalspur, Wartung und Landschaftsgestaltung.
Das hängt von Nenngröße, Fahrzeug, Radius, Gleisabstand und Oberleitung ab. Portal und Röhre werden mit den größten tatsächlich eingesetzten Fahrzeugen geprüft.
Ja, wenn der seitliche Lichtraum erweitert wird. Sicherer und meist vorbildnäher ist eine gerade Strecke oder ein großzügiger Bogen.
Der längste Wagen wird langsam durch den Bogen geschoben und gezogen. Seine Enden und seine Mitte dürfen Portal und Innenwand nicht berühren.
Fahrdrahthöhe, Stromabnehmer und Halterungen benötigen zusätzlichen Raum. Die geplante Betriebsstellung des Stromabnehmers wird praktisch getestet.
Mindestens der vom normalen Blickpunkt einsehbare Bereich sollte gestaltet sein. Ein dunkler Verlauf verhindert den Blick auf offenen Unterbau und Kabel.
Sie muss das sichere Greifen des längsten Fahrzeugs sowie Zugang zu Gleis, Kabeln und möglichen Weichen ermöglichen.
Nur bei vollständiger Zugänglichkeit. Besser ist eine Lage außerhalb fester Bergkörper oder unter einem klar abnehmbaren Teil.
Fertigtunnel sind schnell eingesetzt. Ein Eigenbau lässt sich genauer an Gleisplan, Radius, Landschaft und Wartungszugang anpassen.
Nicht zwingend. Der einsehbare Bereich sollte jedoch verkleidet und der Hintergrund so dunkel sein, dass kein offener Unterbau sichtbar bleibt.
Beide verwenden den Landschaftsmaßstab 1:87, aber ein Schmalspurprofil. Dafür gibt es eigene, schmalere Portale und passende Innenräume.
Ja. Die technische Kurve muss dennoch zuverlässig befahrbar, seitlich frei und von innen erreichbar bleiben.
Eine gut zugängliche Öffnung, staubarme Landschaftsarbeiten und regelmäßige Reinigung sind wichtiger als eine vollständig geschlossene Tunnelröhre.
Prüfen Sie Gleis, Lichtraum, Oberleitung und Wartungszugang. Ergänzen Sie anschließend Portal, Innenwände, Berg und Vegetation.
Zur Hauptseite des Modelleisenbahn-Ratgebers
Inhaltlich aktualisiert am 16. August 2026. Maßgeblich bleiben Produktabmessungen, Fahrzeugdaten, Gleisgeometrie und die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Herstellers.