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Beleuchtung sicher anschließen und zuordnen

Lichtausgänge konfigurieren: AUX, Mapping & LED

Spitzenlicht, Schlusslicht, Führerstandsbeleuchtung, Maschinenraum, Fernlicht, Rangierlicht und Innenbeleuchtung lassen sich bei modernen Decodern individuell steuern. Dieser Ratgeber erklärt Ausgangstypen, Belastbarkeit, Vorwiderstände, Function Mapping, Dimmung und Lichteffekte.

Verstärkt oder Logikpegel? Belastbarkeit prüfen LED nie ungeprüft anschließen
Die schnelle Erklärung

Was bedeutet Lichtausgänge konfigurieren?

Ein Decoder besitzt elektrische Ausgänge, über die Lampen, LEDs, Führerstandsbeleuchtungen, Schlusslichter, Digitalkupplungen oder andere Verbraucher geschaltet werden. Die beiden klassischen Lichtausgänge werden häufig als Licht vorne und Licht hinten beziehungsweise AUX0 bezeichnet. Zusätzliche Ausgänge heißen je nach Hersteller AUX1, AUX2, FA1, A1 oder ähnlich.

Konfigurieren bedeutet mehr als einfaches Ein- und Ausschalten. Über das Function Mapping wird festgelegt, welche Funktionstaste einen Ausgang aktiviert, in welcher Fahrtrichtung er wirken soll und ob weitere Bedingungen gelten. Danach lassen sich Helligkeit, Auf- und Abblendverhalten, Blinkmuster oder zeitgesteuerte Abläufe einstellen.

Entscheidend ist der Ausgangstyp. Ein verstärkter Ausgang kann einen zulässigen Verbraucher direkt schalten. Ein Logikpegel-Ausgang liefert dagegen nur ein Steuersignal und benötigt je nach Anwendung eine Fahrzeugplatine oder zusätzliche Verstärkerschaltung. SUSI-, Servo- und Lautsprecheranschlüsse sind keine frei belastbaren Lichtausgänge.

Elektrischer Sicherheitshinweis
Vor dem Anschließen Belastbarkeit und Ausgangstyp prüfen

Eine LED darf nur mit passender Strombegrenzung betrieben werden, sofern diese nicht bereits auf der Fahrzeugplatine vorhanden ist. Überschreiten Sie weder den zulässigen Strom des einzelnen Ausgangs noch die Gesamtbelastbarkeit des Decoders.

Markenwelten für Decoder und Lichtsteuerung

Hersteller mit umfangreichem Function Mapping

Bezeichnungen, Belastbarkeit, CV-Bereiche und Programmierverfahren unterscheiden sich zwischen den Decoderfamilien. Die verlinkten Herstellerseiten führen zu passenden Decodern, Zentralen und Programmern.

Elektrisch nicht miteinander verwechseln

Verstärkte Ausgänge, Logikpegel und SUSI unterscheiden

Die Schnittstelle kann mehr Anschlüsse bereitstellen, als der Decoder tatsächlich verstärkt schalten kann. Fahrzeugplatine und Decoder müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Licht vorne und hinten

Die klassischen richtungsabhängigen Lichtausgänge sind häufig bereits für Spitzen- und Schlusslicht vorgesehen. Über Mapping können sie dennoch anderen Tasten und Bedingungen zugeordnet werden.

Verstärkte AUX-Ausgänge

Ein verstärkter Ausgang besitzt eine eigene Endstufe. Er kann einen Verbraucher innerhalb der angegebenen Einzel- und Gesamtbelastbarkeit direkt schalten.

Logikpegel-Ausgänge

Logikausgänge liefern nur ein Steuersignal. Sie sind für passende Fahrzeugplatinen, Transistorstufen oder andere ausdrücklich dafür vorgesehene Schaltungen gedacht.

SUSI-Schnittstelle

SUSI überträgt Daten und Versorgung zu geeigneten Zusatzmodulen. Die Kontakte dürfen nicht automatisch wie normale AUX-Ausgänge behandelt werden.

Servo- und Spezialausgänge

Bestimmte Decoder können Servos, Rauchgeneratoren oder digitale Kupplungen ansteuern. Dafür gelten besondere Anschluss- und Zeitparameter.

Gemeinsamer Rückleiter

Bei vielen kabelgebundenen Decodern ist der gemeinsame Pluspol separat herausgeführt. Fahrzeugplatinen können jedoch abweichende interne Verschaltungen besitzen.

1

Ausgang finden

Pinbelegung, Kabelfarbe und Platinenbeschriftung in beiden Anleitungen vergleichen.

2

Verbraucher messen

Strombedarf von LED, Lampe oder Zusatzfunktion bestimmen.

3

Schutz ergänzen

LED mit passender Strombegrenzung und richtiger Polarität anschließen.

4

Erst danach mappen

Ausgang bei geringer Helligkeit testen und anschließend einer Taste zuordnen.

Ausgang oder Anschluss Typische Anwendung Direkter Anschluss? Wichtigste Prüfung
Verstärkter AUX LED, Glühlampe, Relais oder Kupplung Innerhalb der Herstellergrenzen Einzelstrom und Gesamtbelastbarkeit
Logikpegel-AUX Steuereingang einer Fahrzeugplatine Nicht als normaler Leistungsausgang Signalpegel und benötigte Verstärkerstufe
SUSI Sound- oder Zusatzmodul Nur für kompatible Module Pinbelegung und Modulversorgung
Servoausgang Pantograf, Tür oder bewegliche Funktion Nur entsprechend der Anleitung Versorgung, Signal und Endlagen
Lautsprecher Soundwiedergabe Nur passender Lautsprecher Impedanz und Belastbarkeit
Pufferspeicher Überbrückung kurzer Stromunterbrechungen Nur vorgesehener Anschluss Ladeschaltung und Kapazität
Planungshilfe für einzelne LEDs

LED-Vorwiderstand für einen Lichtausgang berechnen

Der Vorwiderstand begrenzt den Strom durch die LED. Für die Berechnung werden Ausgangsspannung, Vorwärtsspannung der LED, Anzahl der in Reihe geschalteten LEDs und der gewünschte Betriebsstrom benötigt.

Die tatsächliche Ausgangsspannung kann von Gleisspannung, Decoder, Fahrzeugplatine und verwendetem Rückleiter abhängen. Verwenden Sie im Zweifel einen höheren Widerstand und beginnen Sie mit geringer Helligkeit. Moderne LEDs benötigen für ein überzeugendes Lichtbild oft deutlich weniger Strom als ihr theoretischer Maximalwert.

Befindet sich auf der Fahrzeugplatine bereits eine Strombegrenzung, darf nicht ungeprüft ein zweiter Anschlussweg ergänzt werden. Bei mehreren LEDs müssen Reihen- und Parallelschaltung getrennt geplant werden.

LED-Widerstandsrechner

Richtwert für eine LED oder eine Reihenschaltung.

Berechneter Richtwert
Rechnerischer Widerstand 2.600 Ω
Empfohlener Standardwert 2,7 kΩ
Verlustleistung 0,07 W
Widerstandsleistung mind. 0,25 W

Planungshilfe ohne Gewähr. Maßgeblich sind Decoder-, Fahrzeug- und LED-Datenblatt sowie die tatsächlich anliegende Spannung.

Vom Anschluss bis zur Funktionstaste

Lichtausgänge in zehn Schritten konfigurieren

1

Decoderfamilie bestimmen

Hersteller, Artikelnummer, Firmware und Schnittstellenausführung feststellen. Ein 21MTC-Decoder kann je nach Variante eine andere Ausgangsbelegung besitzen.

2

Fahrzeugplatine identifizieren

Prüfen Sie, welche Pins bereits verstärkt, gedimmt oder mit Vorwiderständen verbunden sind. Die Schnittstellennorm allein beschreibt nicht jede Fahrzeugfunktion.

3

Ausgangstyp kontrollieren

Verstärkten AUX, Logikpegel, SUSI und Servoanschluss eindeutig unterscheiden. Ein Logikausgang darf nicht wie ein normaler Leistungsausgang belastet werden.

4

Strombedarf bestimmen

Verbraucher einzeln und gemeinsam betrachten. Spitzenlicht, Führerstandslicht und Innenbeleuchtung können gleichzeitig eingeschaltet sein.

5

Verdrahtung ohne Gleisspannung ausführen

Kabel isolieren, Lötstellen kurz halten und Kurzschlüsse zum Chassis vermeiden. Decoder niemals während des Lötens mit der Zentrale verbinden.

6

Ausgang zunächst gedimmt testen

Aktivieren Sie den Ausgang mit geringer Helligkeit. Prüfen Sie Polarität, Erwärmung, Flackern und mögliche unerwünschte Kopplungen.

7

Funktionstaste zuordnen

Legen Sie fest, ob F0, F1 oder eine höhere Funktionstaste den Ausgang schaltet. Vermeiden Sie doppelte Belegungen mit Sound oder Rangiergang.

8

Fahrtrichtung und Bedingungen ergänzen

Spitzen- und Schlusslicht können richtungsabhängig, Führerstandslicht zusätzlich abhängig von Stillstand oder Fahrtrichtung geschaltet werden.

9

Helligkeit und Effekt einstellen

Helligkeit reduzieren und erst danach Softstart, Blinklicht, Feuerbüchse, Neonröhreneffekt oder andere passende Lichtmodi aktivieren.

10

Projekt sichern und vollständig testen

Alle Kombinationen aus Fahrtrichtung, Stillstand, Analogbetrieb, Funktionstasten und Bremsabschnitt prüfen. Anschließend das Projekt speichern.

Tasten, Ausgänge und Bedingungen verknüpfen

Function Mapping für realistische Lichtbilder

Einfaches Mapping verbindet eine Funktionstaste mit einem Ausgang. Erweitertes Mapping kann zusätzlich Fahrtrichtung, Stillstand, Fahrstufenbereich, logische Bedingungen oder mehrere gleichzeitig geschaltete Ausgänge berücksichtigen.

Gewünschte Funktion Mögliche Taste Bedingung Passende Einstellung
Spitzenlicht F0 Fahrtrichtungsabhängig Licht vorne und hinten gegenseitig umschalten
Rotes Schlusslicht F1 oder F2 Je Fahrzeugseite getrennt Für Lok vor Zug oder Lokleerfahrt separat abschaltbar
Rangierlicht F3 Beide Fahrtrichtungen Beidseitig weißes Licht mit Rangiergang kombinieren
Führerstandslicht F5 und F6 Nur jeweilige Fahrzeugseite, möglichst im Stillstand Gedimmt und bei Fahrt automatisch abschaltbar
Fernlicht F7 Zusätzlich zum Spitzenlicht Zweiten Dimmwert oder zusätzlichen Ausgang nutzen
Maschinenraumlicht F8 Unabhängig von Fahrtrichtung Dezent dimmen, gegebenenfalls zeitgesteuert
Feuerbüchse Mit Sound oder eigener Taste Dampflok und Betriebszustand Unregelmäßiger, zum Decoder passender Effekt
Innenbeleuchtung Freie Funktionstaste Gesamter Zug oder einzelne Wagen Warm und deutlich unter maximaler Helligkeit
Lichtfunktionen in jeder Nenngröße

Besonderheiten bei H0, TT, N, Z, 0, 1 und G

Spurweite Typische Schnittstellen Besondere Herausforderung
Spur Z Direktverdrahtung und sehr kleine Decoder Minimaler Einbauraum, empfindliche LEDs und geringe Wärmeabfuhr
Spur N Next18, NEM 651 und Microdecoder Kompakte Platinen und begrenzte Zahl verstärkter Ausgänge
Spur TT PluX12, Next18, NEM 651 Fahrzeugspezifische Platinen und unterschiedliche Decoderbelegungen
Spur H0 NEM 652, 21MTC, PluX16, PluX22 und Next18 Größte Vielfalt aus verstärkten und logischen Ausgängen
H0e / H0m Microdecoder, Next18 oder Kabel Wenig Raum für Decoder, Widerstände und Pufferspeicher
Spur 0 PluX22, 21MTC, Schraub- oder Lötanschlüsse Viele Lichtfunktionen und höhere Verbraucherströme
Spur 1 / G Großbahnplatinen und leistungsstarke Decoder Rauch, Servos, starke Lampen und hohe Gesamtbelastung
Fehler systematisch eingrenzen

Warum funktioniert ein Lichtausgang nicht richtig?

LED bleibt vollständig dunkel

Polarität, Vorwiderstand, gemeinsamen Rückleiter und Mapping prüfen. Bei einem Logikpegel-Ausgang kann zusätzlich eine Verstärkerstufe fehlen.

LED leuchtet nur sehr schwach

Dimmwert, Widerstand, Ausgangstyp und Fahrzeugplatine kontrollieren. Ein Logikausgang darf nicht mit einem verstärkten AUX verwechselt werden.

Ausgang schaltet in falscher Fahrtrichtung

Fahrtrichtungsbedingung im Function Mapping prüfen. Zusätzlich kann die Motor- oder Lichtverdrahtung vertauscht sein.

Licht flackert während der Fahrt

Stromaufnahme, Kontaktfedern und Rückleiter kontrollieren. Ein Pufferspeicher kann nur ergänzen, nicht aber schlechte Kontakte ersetzen.

Decoder wird warm oder schaltet ab

Sofort Gleisspannung abschalten. Einzel- und Gesamtstrom, Kurzschluss, Verdrahtung und zulässige Belastbarkeit überprüfen.

Mehrere Funktionen reagieren gemeinsam

Mappingzeilen, Bedingungen und Fahrzeugplatine prüfen. Manche Modelle verschalten mehrere LEDs bereits ab Werk miteinander.

Führerstandslicht bleibt bei Fahrt an

Eine Stillstands- oder Geschwindigkeitsbedingung ergänzen, sofern der Decoder das erweiterte Mapping unterstützt.

Glühlampe ist nach dem Umbau zu hell

Ausgang dimmen und zulässige Lampenspannung prüfen. Eine ungeeignete Lampe kann überhitzen und Fahrzeugteile beschädigen.

Programmer zeigt einen anderen Ausgang

Schnittstellenversion und Decoderprojekt vergleichen. AUX-Bezeichnungen der Fahrzeugplatine müssen nicht identisch mit der Softwareanzeige sein.

Passende Digitaltechnik im Modellbahnshop

Programmer, Funktionsdecoder und Beleuchtung nach Spurweite

Vergleichen Sie vor der Auswahl Schnittstelle, Ausgangstyp, Zahl der verstärkten Ausgänge, Logikpegel, Einzelstrom, Gesamtbelastbarkeit, Digitalprotokoll und Einbaumaße.

Konfiguration und Diagnose

Programmier- und Testgeräte

Steuerwagen, Triebzüge und beleuchtete Wagen

Funktionsdecoder und Innenbeleuchtung für N, TT und H0

Lokbeleuchtung mit mehreren Funktionen

Lokdecoder für Spur H0

Kompakte Lichtsteuerung

Decoder für Spur TT, N, Z, H0e und H0m

Viele Ausgänge und größere Verbraucher

Decoder für Spur 0, Spur 1 und Spur G

Häufige Fragen aus der Digitalwerkstatt

FAQ zu Lichtausgängen und Function Mapping

Was ist ein AUX-Ausgang beim Lokdecoder?

AUX bezeichnet einen zusätzlichen Funktionsausgang. Er kann je nach Decoder verstärkt oder als Logikpegel ausgeführt sein und beispielsweise Licht, Kupplung oder eine Fahrzeugplatine ansteuern.

Was ist der Unterschied zwischen verstärktem und logischem Ausgang?

Ein verstärkter Ausgang besitzt eine Leistungsendstufe. Ein Logikpegel-Ausgang liefert nur ein Steuersignal und benötigt für viele Verbraucher eine passende Verstärkerschaltung.

Braucht jede LED einen Vorwiderstand?

Eine einzelne LED benötigt eine Strombegrenzung, sofern diese nicht bereits in der Fahrzeugplatine oder Beleuchtungsbaugruppe integriert ist. Der benötigte Wert hängt von Spannung, LED und gewünschtem Strom ab.

Kann ich eine LED direkt an einen Logikausgang anschließen?

Nur wenn der Hersteller diese Anwendung ausdrücklich erlaubt und Strom sowie Spannung geeignet sind. Logikausgänge sind grundsätzlich nicht mit verstärkten AUX-Ausgängen gleichzusetzen.

Was bedeutet Function Mapping?

Function Mapping ordnet Funktionstasten und Bedingungen den physischen Ausgängen oder logischen Decoderfunktionen zu.

Wie dimme ich Spitzen- oder Führerstandslicht?

Der jeweilige Ausgang erhält einen niedrigeren Helligkeitswert. Die zuständige CV oder Softwareeinstellung unterscheidet sich nach Decoderfamilie.

Warum ist das Führerstandslicht während der Fahrt eingeschaltet?

Die Funktion wurde nur einer Taste, aber keiner Stillstands- oder Richtungsbedingung zugeordnet. Ein erweitertes Mapping kann diese Abhängigkeit ergänzen.

Kann ich weißes und rotes Licht getrennt schalten?

Ja, sofern Fahrzeugplatine und Decoder genügend getrennte Ausgänge bereitstellen. Jeder Lichtkreis muss elektrisch einzeln erreichbar sein.

Warum blinkt eine LED ungewollt?

Mögliche Ursachen sind ein aktivierter Lichteffekt, schlechte Stromaufnahme, falsche Verdrahtung oder eine überlastete Ausgangsschaltung.

Wie viele LEDs kann ein Ausgang versorgen?

Das hängt von Schaltung, LED-Strom und zulässiger Belastbarkeit des einzelnen Ausgangs ab. Zusätzlich muss die maximale Gesamtbelastung des Decoders eingehalten werden.

Kann Function Mapping auf dem Hauptgleis programmiert werden?

Viele DCC-Decoder unterstützen Programming on Main. Bei komplexen Mappingtabellen ist ein herstellerspezifischer Programmer meist übersichtlicher.

Warum funktionieren AUX3 und AUX4 nicht direkt?

Bei manchen Schnittstellen oder Decodervarianten sind diese Ausgänge nur als Logikpegel vorhanden. Dann muss die Fahrzeugplatine eine passende Verstärkerstufe besitzen.

Realistische Beleuchtung beginnt mit dem richtigen Ausgang

Weitere Decoderhilfen, Schnittstellenvergleiche, Anleitungen und Produktempfehlungen finden Sie im zentralen Modelleisenbahn-Ratgeber.

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