Verstärkter AUX
Besitzt eine eigene Ausgangsstufe. LEDs, geeignete Lampen, Relais oder andere Verbraucher dürfen nur innerhalb der Herstellergrenzen direkt angeschlossen werden.
Ein Fahrzeugdecoder besitzt neben dem Motorausgang mehrere elektrische Anschlüsse für Licht und Zusatzfunktionen. Die klassischen Ausgänge für Spitzenlicht vorne und hinten sind häufig bereits fahrtrichtungsabhängig eingerichtet. Weitere Anschlüsse heißen je nach Hersteller AUX1, AUX2, FA1, FA2, A1 oder ähnlich.
Die elektrische Bezeichnung allein sagt jedoch noch nicht, was angeschlossen werden darf. Ein verstärkter Funktionsausgang besitzt eine eigene Endstufe und kann innerhalb seiner zulässigen Belastbarkeit einen Verbraucher direkt schalten. Ein Logikpegel-Ausgang liefert lediglich ein Steuersignal für eine geeignete Fahrzeugplatine oder nachgeschaltete Elektronik.
Danach folgt das Funktionsmapping . Es legt fest, welche Taste welchen Ausgang schaltet und unter welchen Bedingungen die Funktion aktiv sein soll. Dadurch kann beispielsweise F0 das normale Spitzenlicht schalten, F1 das Führerstandslicht, F6 Fernlicht und eine weitere Taste ein beidseitiges Rangierlicht.
Hinzu kommen Ausgangseffekte. Viele moderne Decoder können Beleuchtungen dimmen, weich ein- und ausblenden, blinken oder besondere Lampeneffekte simulieren. Diese Effekte sind herstellerspezifisch. Deshalb sollte niemals eine Mapping- oder Dimm-CV eines fremden Decoders ungeprüft übernommen werden.
Decoder-Ausgangsspannung, LED-Vorwärtsspannung und vorhandene Platinenbeschaltung müssen bekannt sein. Moderne LEDs benötigen für ein realistisches Lichtbild häufig nur wenige Milliampere. Im Zweifel mit höherem Widerstand und geringer Helligkeit beginnen.
Besitzt eine eigene Ausgangsstufe. LEDs, geeignete Lampen, Relais oder andere Verbraucher dürfen nur innerhalb der Herstellergrenzen direkt angeschlossen werden.
Liefert keinen normalen Laststrom. Er dient beispielsweise zur Ansteuerung einer passenden Fahrzeugplatine oder eines zusätzlichen Transistors.
Meist bereits für den fahrtrichtungsabhängigen Lichtwechsel eingerichtet. Über Mapping können Helligkeit und Bedingungen dennoch verändert werden.
SUSI dient der Kommunikation mit geeigneten Zusatzmodulen. SUSI-Kontakte dürfen nicht automatisch als normale Funktionsausgänge belastet werden.
Pantograf, Türantrieb, Rauchgenerator oder Digitalkupplung können spezielle Signalformen, Zeiten oder Schutzschaltungen benötigen.
Bei vielen Decodern wird ein gemeinsamer Pluspol verwendet. Fahrzeugplatinen können jedoch intern anders aufgebaut sein. Pinbelegung immer prüfen.
| Anschluss | Typischer Einsatz | Direkt belastbar? | Vorher prüfen |
|---|---|---|---|
| Verstärkter AUX | LED, Lampe, Relais, Kupplung | innerhalb Decodergrenze | Einzel- und Gesamtstrom |
| Logikpegel-AUX | Steuereingang einer Platine | nein | Pegel und Verstärkerstufe |
| SUSI | Sound- und Zusatzmodule | nur vorgesehenes Modul | Pinbelegung und Versorgung |
| Servo | Pantograf, Türen, Bewegung | nur nach Anleitung | Signal, Versorgung, Endlagen |
| Lautsprecher | Sounddecoder | nur passender Lautsprecher | Impedanz und Leistung |
Der Rechner liefert einen technischen Richtwert für eine LED oder eine Reihenschaltung. Der Lichtplaner dokumentiert anschließend, welcher AUX-Ausgang welche Funktion, Fahrtrichtung und Taste erhalten soll.
Ausgangsspannung minus LED-Spannung ergibt die Spannung, die am Widerstand abfallen muss.
Nächstgrößerer üblicher Wert beispielsweise 2,7 kΩ.
Die Planung wird nur im lokalen Browser gespeichert und verändert keine Einstellungen am Fahrzeug.
Erst Ausgang elektrisch testen, danach Mapping, Dimmung und Spezialeffekte nacheinander aktivieren.
Richtungsabhängiges weißes Frontlicht bleibt die Basis. Helligkeit so reduzieren, dass einzelne LEDs nicht wie Scheinwerfer moderner Autos wirken.
Rote Schlussleuchten separat schaltbar machen, damit sie im Zugverband ausgeschaltet werden können.
Idealerweise nur im jeweils führenden Führerstand und vorzugsweise bei Stillstand oder niedriger Geschwindigkeit.
Kann als zweite Helligkeitsstufe desselben Ausgangs oder über getrennte LEDs realisiert werden.
Je nach Vorbild beidseitiges weißes Licht oder spezielles Rangiersignal gemeinsam mit dem Rangiergang schalten.
Dezente Innenbeleuchtung erzeugt besonders bei modernen Elektrolokomotiven und großen Dieselloks zusätzliche Tiefe.
Funktionsdecoder eignen sich besonders für Steuerwagen, Triebzüge und Wagen, die unabhängig von der Lok geschaltet werden.
Kein normaler Lichtverbraucher: Ausgangsleistung, Impulsdauer und Schutzfunktion müssen ausdrücklich zur Kupplung passen.
Familie, Schnittstelle und Firmware dokumentieren.
Vorwiderstände, Transistoren und Pinbelegung identifizieren.
Verstärkten AUX und Logikpegel sicher unterscheiden.
Strom des Verbrauchers und Decodergrenzen vergleichen.
Polarität und erforderliche Strombegrenzung sicherstellen.
Nur eine neue Lichtfunktion gleichzeitig anschließen.
Funktionstaste, Richtung und weitere Bedingungen zuordnen.
Mit niedriger Helligkeit beginnen und optisch abstimmen.
Fernlicht, Fade, Blinkmuster oder Zeitfunktion hinzufügen.
Tasten, AUX-Zuordnung und Decoderprojekt dokumentieren.
Zehn verstärkte Funktionsausgänge und zusätzliche Logikpegelmöglichkeiten für umfangreiche Lichtfunktionen.
Produkt ansehen →
Funktionsdecoder für Wagen und Beleuchtungsplatinen mit verstärkten und Logikpegel-Ausgängen.
Produkt ansehen →
Schalten, Dimmen, Blinken und weiches Ein- und Ausblenden für Wagen und Funktionsmodelle.
Produkt ansehen →
Lokdecoder für Fahrzeuge mit umfangreichen Licht-, Mapping- und Zusatzfunktionen.
Produkt ansehen →
Multiprotokolldecoder mit umfangreichem Funktionsmapping für Märklin- und weitere H0-Umbauten.
Produkt ansehen →| Spur | Typische Schnittstellen | Besonderheit bei Lichtfunktionen |
|---|---|---|
| Z | Kabel / Spezialplatine | wenig Einbauraum und sehr kleine LEDs |
| N | Next18, NEM 651 | Logikausgänge auf Fahrzeugplatinen häufig besonders relevant |
| TT / TTe | Next18, PluX12, PluX16 | kompaktes Mapping bei begrenztem Platz |
| H0 / H0e / H0m | PluX22, 21MTC, Next18, NEM 652 | größte Auswahl an getrennten Licht- und AUX-Funktionen |
| 0 | Platine, Kabel, Schraubanschluss | Führerstand, Maschinenraum und Digitalkupplungen häufig separat |
| 1 / G | Großdecoder / Schraubklemmen | höhere Verbraucherströme und zahlreiche Zusatzfunktionen |
Polarität, Ausgangstyp, Mapping und Fahrzeugplatine prüfen. Ein Logikausgang kann eine LED nicht wie ein verstärkter AUX versorgen.
Strombegrenzung sofort kontrollieren. Dimmung ersetzt keinen notwendigen elektrischen Vorwiderstand.
Kabelquetschung, Kurzschluss gegen Chassis oder mechanischen Kontakt zum Gehäuse untersuchen.
Fahrtrichtungsbedingung im Mapping kontrollieren. Nicht sofort Kabel umlöten.
Bei geeigneten Decodern Geschwindigkeit oder Stillstand als zusätzliche Mappingbedingung verwenden.
Fahrstrom abschalten und Ausgangsströme sowie mögliche Kurzschlüsse prüfen. Nicht durch höhere Dimmwerte weiter testen.
Die Artikelsuche liest aktuelle Decoder- und Herstellerseiten ein. Gefundene Produktdetailseiten werden vor der Darstellung kontrolliert. Erkannte Archivartikel werden verworfen, kleine Vorschaubilder auf mindestens 400 Pixel normalisiert und Liefer- oder Lagerinformationen nicht in den Produktkarten dargestellt.
Echtzeitprüfung startet beim Erreichen dieses Bereichs.
Wenn alle Lichtausgänge elektrisch korrekt arbeiten, werden Funktionstasten, Fahrtrichtungen und Bedingungen eingerichtet. Erst danach folgen Dimmung, Auf- und Abblendzeiten und besondere Effekte. So bleibt jederzeit erkennbar, ob ein Problem elektrisch oder nur programmiertechnisch verursacht wird.
Besonders bei Next18, 21MTC und PluX können Anschlüsse von der Fahrzeugplatine verstärkt, umgeschaltet oder für Sonderfunktionen genutzt werden. Deshalb immer Decoder- und Fahrzeugdokumentation gemeinsam betrachten.
AUX bezeichnet einen zusätzlichen Funktionsausgang des Decoders. Darüber können beispielsweise Führerstandslicht, Schlusslicht, Innenbeleuchtung oder andere geeignete Verbraucher geschaltet werden.
Ein verstärkter AUX besitzt eine Ausgangsstufe und kann innerhalb seiner Belastbarkeitsgrenzen einen Verbraucher schalten. Ein Logikpegel-Ausgang liefert dagegen lediglich ein Steuersignal.
Nur wenn eine geeignete Strombegrenzung vorhanden ist. Befindet sich kein passender Vorwiderstand auf der Fahrzeugplatine, muss die LED entsprechend beschaltet werden.
Viele moderne Decoder ermöglichen eine PWM-Dimmung. Die Dimmung ersetzt jedoch keinen erforderlichen Vorwiderstand.
Function Mapping ordnet Funktionstasten den physischen Funktionsausgängen und gegebenenfalls zusätzlichen Bedingungen wie Fahrtrichtung oder Stillstand zu.
Ja, sofern Fahrzeugplatine und Decoder getrennte Ausgänge beziehungsweise getrennt steuerbare Lichtkreise bereitstellen.
Ideal ist eine getrennte Steuerung beider Führerstände. Geeignete Decoder können zusätzlich Fahrtrichtung oder Stillstand als Bedingung berücksichtigen.
Moderne Mapping-Systeme können komplexe Kombinationen erlauben. Welche Zuordnungen möglich sind, hängt von der Decoderfamilie ab.
Bei manchen Schnittstellen- und Decodervarianten sind bestimmte AUX-Anschlüsse als Logikpegel ausgeführt. Dann ist eine passende Verstärkerstufe erforderlich.
Das ist decoderabhängig. Sowohl die Belastbarkeit jedes einzelnen Ausgangs als auch die Gesamtbelastbarkeit aller Ausgänge müssen eingehalten werden.
Mögliche Ursachen sind Kurzschluss, Überlastung oder falscher Anschluss eines Verbrauchers. In diesem Fall sofort abschalten und die Verdrahtung kontrollieren.
Ein Funktionsdecoder ohne Motorausgang ist häufig ideal. Entscheidend sind benötigte Ausgänge, Schnittstelle, Belastbarkeit und gewünschtes Digitalprotokoll.
Im großen Modelleisenbahn-Ratgeber finden Sie Decoder, Funktionsmapping, Digitalzentralen, Schnittstellen, Motorregelung, Sound, Elektrik und viele weitere Themen.