TT Gleisoval
Kompakte Grundfigur für Probefahrten, den ersten Fahrbetrieb oder einen späteren Ausbau.
Gleisoval ansehenDiese Übersicht führt 32 Tillig-TT-Gleissets zusammen: fünf vorkonfigurierte Bettungsgleis-Komplettsets, vier systematische Erweiterungssets und 23 Modellgleis-Sets für konkrete Anlagenpläne. Dazu erfahren Sie, wie Geraden, Radien, Flexgleise, Weichen, Kreuzungen und elektrische Trennstellen zusammenwirken.
Die Spur TT wird im Maßstab 1:120 gebaut und besitzt eine Modellspurweite von 12 Millimetern. Sie liegt beim Platzbedarf zwischen H0 und N: Züge wirken bereits stattlich und detailreich, während Bahnhöfe, zweigleisige Strecken und längere Fahrwege auf einer typischen Heimanlage besser untergebracht werden können als in größeren Maßstäben.
Ein Gleisset bündelt zueinander passende Gleise für eine bestimmte Aufgabe. Das kann ein einfaches Oval, eine Bahnhofserweiterung, ein zweiter Fahrkreis, ein Rangierbereich oder die vollständige Gleiszusammenstellung für einen ausgearbeiteten Anlagenplan sein. Dadurch müssen Geraden, Bögen, Weichen und Ausgleichsstücke nicht einzeln aus einer langen Stückliste zusammengesucht werden.
Tillig unterscheidet in TT vor allem zwischen dem fein wirkenden Modellgleis ohne angeformte Bettung und dem Bettungsgleis mit integriertem Schotterkörper. Beide verwenden 12 Millimeter Spurweite, unterscheiden sich jedoch bei Aufbauhöhe, Verbindung, Geometrie und Gestaltung. Für eine neue Anlage sollte deshalb zuerst das gewünschte System festgelegt werden.
Die 23 nach Orten benannten Anlagen-Sets bestehen aus abgestimmten Gleisen für einen konkreten Gleisplan. Die fünf Bettungsgleis-Komplettsets bilden dagegen klar definierte Grundfiguren. Vier weitere Tillig-Sets erweitern einen vorhandenen Bettungsgleis-Aufbau gezielt um Bahnhof, Parallelkreis oder Rangierbahnhof.
Wichtig: Ein Gleisplan-Set ist in erster Linie eine Zusammenstellung der benötigten Gleiskomponenten. Fahrzeuge, Gebäude, Landschaft, Steuerung und weiteres Zubehör gehören nur dann dazu, wenn sie auf der jeweiligen Produktseite ausdrücklich als Bestandteil aufgeführt sind. Maße und Gleislängen entsprechen den Setabbildungen.
Die Entscheidung richtet sich weniger nach analogem oder digitalem Betrieb als nach Aufbauart, gewünschter Optik und späterer Erweiterung. Das Gleis selbst kann in beiden Betriebsarten verwendet werden; entscheidend sind Stromversorgung, Verkabelung und Steuergerät.
| Merkmal | TT-Modellgleis | TT-Bettungsgleis |
|---|---|---|
| Aufbau | Feines Schwellenband ohne angeformten Schotterkörper | Gleis und geformte Bettung bilden eine stabile Systemeinheit |
| Typischer Einsatz | Fest installierte und individuell eingeschotterte Modellbahnanlagen | Schneller Aufbau, Startanlage, Teststrecke und schrittweiser Ausbau |
| Gestaltung | Freie Wahl von Unterbau, Schotterfarbe und Gleisumfeld | Sofort geschlossene Gleisoptik; seitliche Nachgestaltung bleibt möglich |
| Geometrie | Geraden, viele Radien, Flexgleis, Weichen, Kreuzungen und DKW | Steckbare BG- und BR-Geometrie mit geraden und gebogenen Weichen |
| Set-Auswahl | 23 komplette, nach Anlagenplänen geordnete Gleiszusammenstellungen | Fünf Komplettsets und vier aufeinander abgestimmte Erweiterungen |
| Besondere Stärke | Vorbildnahe Gleisgestaltung und flexible Linienführung | Übersichtliche Planung und schneller, sauberer Aufbau |
Die gemeinsame Spurweite bedeutet nicht automatisch einen direkten Steckübergang. Bettungshöhe, Verbinder und Geometrie müssen an einer geplanten Übergangsstelle ausgeglichen werden. Für eine betriebssichere Anlage empfiehlt sich ein klar definierter Systemwechsel mit passender Höhenanpassung, sauber ausgerichteten Schienenprofilen und einer Probefahrt vor der endgültigen Befestigung.
Diese fünf Zusammenstellungen führen vom kompakten Oval bis zur Anlage mit zwei Fahrkreisen, Bahnhof und Rangierbereich. Die angegebenen Grundflächen erleichtern den Vergleich mit Tisch, Anlagenplatte oder verfügbarem Raum.
Kompakte Grundfigur für Probefahrten, den ersten Fahrbetrieb oder einen späteren Ausbau.
Gleisoval ansehen
Das Oval erhält ein parallel geführtes Bahnhofsgleis für Zugkreuzungen und Überholungen.
Bahnhofsset ansehen
Ein zusätzlicher Streckenabschnitt vergrößert Fahrweg und betriebliche Möglichkeiten.
Parallelkreis 1 ansehen
Zwei geschlossene Fahrwege und der Bahnhofsbereich ermöglichen abwechslungsreichen Zugbetrieb.
Zweikreis-Set ansehen
Die umfangreichste Bettungsgleis-Grundfigur verbindet Fahrbetrieb, Bahnhof und Abstellgleise.
Komplettset ansehenDie Katalognummern 01833 bis 01836 lösen jeweils eine konkrete Aufgabe. Sie können einen vorhandenen Grundaufbau um Überholgleis, Parallelstrecke oder mehrere Abstellgleise ergänzen, ohne jedes Ausgleichsstück einzeln zu bestimmen.
Zwei 15-Grad-Weichen, Geraden, Bögen sowie Verbinder für Einspeisung und Trennung.
Set 01833 ansehen
Innenbogenweichen, passende Bögen und Geraden beginnen den zweiten Fahrweg.
Set 01834 ansehen
Zwei Innenbogenweichen sowie abgestimmte Kurven und Geraden schließen die Erweiterung.
Set 01835 ansehen
Drei Weichen, mehrere Geraden und drei Prellböcke bilden eine Abstellgruppe.
Set 01836 ansehenDie Ortsnamen stehen für unterschiedliche Gleisplan-Konzepte. Neben der maximalen Anlagenbreite und -tiefe ist die Gleislänge ein hilfreicher Hinweis auf den Umfang. Ein kurzer Plan kann bewusst auf übersichtlichen Nebenbahnbetrieb setzen, während lange Gleiswege meist mehr Bahnhofsgleise, verdeckte Strecken oder Abstellmöglichkeiten umfassen.
Geeignet für kleine Anlagenräume, erste feste TT-Anlagen und klar begrenzte Projekte.
Mehr Bahnhof, längere Fahrwege und erste komplexe Weichenstraßen auf wohnraumtauglicher Fläche.
Für lange Strecken, umfangreiche Bahnhöfe, Schattenbereiche und vielseitigen Modellbahnbetrieb.
Die reine Gleislänge entscheidet nicht allein über den Platzbedarf. Ebenen, Steigungen, verdeckte Strecken und die Anordnung der Radien können bei zwei ähnlich großen Anlagen zu deutlich unterschiedlichen Gleismengen führen.
Die Artikelbezeichnungen folgen einer systematischen Geometrie. Wer die Grundtypen kennt, kann Stücklisten leichter lesen, einen vorhandenen Plan verändern und später passende Gleise, Weichen oder Gleiszubehör ergänzen.
Beim Modellgleis ist G1 166 mm lang, G2 83 mm, G3 43 mm, G4 41,5 mm, G5 36,5 mm und G6 21,5 mm. Die kurzen Stücke schließen Lücken an Weichen oder bringen parallele Gleise wieder in die Systemgeometrie.
R11 und R12 besitzen 310 mm Radius, R21, R22 und R24 353 mm, R31 und R32 396 mm. Die zweite Ziffer kennzeichnet unterschiedliche Bogenwinkel. Größere Radien wirken ruhiger; der zulässige Mindestradius muss zusätzlich beim jeweiligen Fahrzeug geprüft werden.
Flexgleis lässt sich für großzügige Bögen, sanfte Übergänge und individuelle Längen verwenden. Es wird passend zugeschnitten und sorgfältig ausgerichtet. Gerade im sichtbaren Bereich vermeidet es unnötig viele Schienenstöße und unterstützt eine fließende Streckenführung.
Einfache Weichen der Familien EW1, EW2 und EW3 verbinden Stammgleis und Abzweig. Innenbogenweichen legen beide Fahrwege in eine Kurve und sparen dadurch Länge. Für einen sicheren Betrieb müssen Zungen, Herzstück, Antrieb und elektrische Versorgung gemeinsam geplant werden.
Eine Kreuzung lässt zwei Gleise auf gleicher Ebene schneiden. Eine DKW verbindet Kreuzung und Weichenfunktion in einem Bauteil. Sie spart Platz, verlangt aber besonders saubere Verlegung, exakt arbeitende Antriebe und eine zuverlässig geplante Herzstückversorgung.
Schienenverbinder richten die Profile aus und übertragen den Fahrstrom. Verbinder mit Anschlussfahne erleichtern Einspeisungen; Isolierverbinder trennen Gleisabschnitte. Bei größeren Anlagen sollten nicht allein die mechanischen Verbindungen, sondern zusätzliche, sinnvoll verteilte Einspeisungen die Stromversorgung übernehmen.
Beim Bettungsgleis werden entsprechende Geraden als BG und Kurven als BR bezeichnet. Die angeformte Bettung bestimmt zugleich die Aufbauhöhe. Beim Modellgleis werden Unterlage und Schotter separat gewählt. Passende Materialien finden Sie unter Gleisbettung.
Ein passendes Set berücksichtigt nicht nur die Außenmaße. Zugänglichkeit, Fahrzeuglänge, Bahnhofsnutzlänge, Steigung und elektrische Aufteilung entscheiden darüber, ob der Gleisplan später zuverlässig und bequem betrieben werden kann.
Neben der Anlagenfläche Platz für Bedienung, Wartung, Kabel und herausnehmbare Bereiche vorsehen.
Bettungsgleis für schnellen Systemaufbau oder Modellgleis für frei eingeschotterte Anlagen wählen.
Das längste geplante Fahrzeug und dessen vorgeschriebenen Mindestradius als Maßstab verwenden.
Bahnhofs-, Abstell- und Schattenbahnhofsgleise müssen die vorgesehenen Zuglängen aufnehmen können.
Einspeisungen, Trennstellen, Rückmeldung und gegebenenfalls Kehrschleifen vor dem Landschaftsbau planen.
Gleise zunächst lose verlegen, alle Fahrzeugtypen testen und erst danach dauerhaft befestigen.
Gleisoval, Altenhof oder Saubach bilden einen übersichtlichen Ausgangspunkt.
Bahnhofsset, Hohenstein oder Leinefelde verbinden Fahrbetrieb und Zugbegegnungen.
Parallelkreis 1+2 schafft zwei geschlossene Strecken auf klar definierter Fläche.
Freiberg, Großheringen und Großkorbetha bieten viel Gleis für größere Projekte.
Für eine weiterführende Planung helfen die Übersichten Modelleisenbahn planen, Gleisplanung und der Modellbahn-Rechner.
Eine identische Modellspurweite kann in unterschiedlichen Maßstäben verschiedene Vorbildspurweiten darstellen. Deshalb dürfen Gleise nicht allein nach dem Abstand zwischen den Schienen ausgewählt werden. Maßstab, Schwellenbild, Fahrzeugbreite, Lichtraum und Weichengeometrie müssen ebenfalls passen.
| Nenngröße | Maßstab | Modellspurweite | Einordnung zu diesen Sets |
|---|---|---|---|
| TT | 1:120 | 12 mm | Die 32 aufgeführten Sets sind für normalspurige TT-Modelle vorgesehen. |
| TTe | 1:120 | 6,5 mm | Schmalspur in TT; nicht mit normalspurigem TT-Gleis austauschbar. |
| H0m | 1:87 | 12 mm | Gleiche Spurweite, aber anderer Maßstab und anderes Erscheinungsbild. |
| H0e | 1:87 | 9 mm | Eigenständige H0-Schmalspurwelt mit separatem Gleismaterial. |
| H0 | 1:87 | 16,5 mm | Tillig ELITE und Standard sind eigene H0-Gleissysteme. |
H0m-Fahrzeuge besitzen zwar ebenfalls 12 Millimeter Spurweite, doch ein TT-Gleisplan ist wegen des größeren H0-Maßstabs nicht automatisch für H0m geeignet. Vergleichen Sie Fahrzeugabmessungen, Gleisabstände, Radien und Bauwerke. Weitere Grundlagen bieten der Spurweitenvergleich, die Seiten zu H0m und H0e.
Die Antworten helfen bei Platzbedarf, Systemwahl, Stromversorgung und späterem Ausbau.
Das Bettungsgleis-Oval benötigt laut Setabbildung etwa 70 × 85 cm. Bei den kompletten Modellgleis-Anlagen ist Altenhof mit 0,95 × 0,70 m der kompakteste aufgeführte Plan.
Modellgleis wird ohne angeformte Bettung geliefert und kann individuell unterlegt sowie eingeschottert werden. Bettungsgleis besitzt bereits einen geformten Schotterkörper und eignet sich besonders für einen schnellen, stabilen Systemaufbau.
Ja. Das Gleis ist nicht auf eine einzelne Steuerungsart festgelegt. Beim späteren Digitalbetrieb müssen jedoch Zentrale, Fahrzeuge, Decoder, Verkabelung und eventuell vorhandene analoge Trennschaltungen zum neuen Betriebskonzept passen.
Bei umfangreichen Anlagen sind zusätzliche Einspeisungen sinnvoll. Sie verringern Spannungsverluste über lange Fahrwege und zahlreiche Schienenstöße. Anzahl und Position richten sich nach Gleislänge, Abschnitten, Weichen und Rückmeldetechnik.
Nicht zwingend. Viele TT-Modelle können diesen Radius befahren, maßgeblich bleibt aber die Angabe beim konkreten Fahrzeug. Lange Reisezugwagen, Dampfloks oder besonders detaillierte Modelle profitieren häufig von größeren Radien.
G bezeichnet gerade Gleise, R gebogene Gleise mit festgelegtem Radius und Winkel, EW eine einfache Weiche und DKW eine Doppelkreuzungsweiche. Die nachfolgenden Ziffern unterscheiden Länge, Radius, Winkel oder Bauform.
Ein Übergang muss bewusst geplant werden. Die beiden Systeme unterscheiden sich bei Bettungshöhe und Verbindung. Schienenoberkanten müssen exakt fluchten, Profile sicher verbunden und der Höhenunterschied stabil unterfüttert werden.
Beide verwenden 12 Millimeter Modellspurweite. H0m ist jedoch im Maßstab 1:87 gebaut und stellt Meterspur dar. Schwellenbild, Lichtraum, Radien und Anlagenmaße müssen deshalb gesondert geprüft werden.
Großheringen ist für 2,70 × 1,50 m ausgelegt und umfasst laut Setabbildung 38,37 m Gleis. Der Plan kombiniert Bahnhof, verschiedene Weichenverbindungen, Abstellmöglichkeiten, Flexgleise und einen Bereich mit Drehscheibe.
Beim Bettungsgleis erweitert Tillig 01836 die Anlage um drei Weichen, mehrere Abstellgleise und drei Prellböcke. Bei den großen Modellgleis-Plänen bieten unter anderem Großheringen, Freiberg und Großkorbetha umfangreiche Gleisfelder.
Entdecken Sie neben den Gleissets auch einzelne Geraden, Bögen, Weichen, Gleisverbinder und weiteres Zubehör für den gezielten Ausbau Ihrer TT-Anlage.