Gründung der Waggonfabrik
Am 24. Januar 1898 wurde die Waggonfabrik Weimar AG gegründet. Auf dem Gelände im Norden Weimars entstanden zunächst Güterwagen und später weitere Schienenfahrzeuge.
Weimarwerk | DDR-Industrie, Weimarlader & Modelle verbindet Eisenbahngeschichte, Landtechnik, Baumaschinen und ostdeutsche Alltagsgeschichte auf ungewöhnliche Weise. Der Industriestandort im Norden Weimars entstand nicht als Landmaschinenfabrik, sondern als Waggonfabrik. Bereits 1898 wurden dort Eisenbahnfahrzeuge gefertigt. Damit besitzt das spätere Weimar-Werk einen direkten Bezug zur Eisenbahn, lange bevor Weimarlader und Kartoffelerntemaschinen das Bild des Betriebes bestimmten.
Nach zahlreichen Veränderungen entwickelte sich der Standort in der DDR zu einem großen Hersteller von Land- und Baumaschinen. Besonders bekannt wurden die Lader und Mobilbagger der Baureihen T170, T172 und T174. Diese Maschinen waren auf Baustellen, in Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, auf Betriebshöfen, in Kohlehandlungen, bei Meliorationsarbeiten und teilweise unmittelbar bei der Deutschen Reichsbahn anzutreffen.
Für eine Modellbahnanlage sind diese Maschinen deshalb weit mehr als dekorative Bagger. Ein Weimarlader kann erklären, was in einer Szene geschieht: Kohle wird in einen Güterwagen geladen, ein Gleisbauplatz wird versorgt, Schüttgut wird umgesetzt oder auf einem LPG-Hof werden Düngemittel verladen. Gerade auf Anlagen der Epochen III und IV entsteht dadurch eine glaubwürdige Verbindung zwischen Eisenbahn, Straße, Industrie und Landwirtschaft.
Heute gibt es besonders für H0 im Maßstab 1:87 und TT im Maßstab 1:120 eine interessante Auswahl. Auhagen bietet verschiedene T170- und T172-Bausätze, während Busch den T174-2 in mehreren Ausführungen und Farbvarianten umsetzt.
Der Name Weimar-Werk entstand erst 1964. Die industrielle Geschichte des Standortes beginnt jedoch bereits Ende des 19. Jahrhunderts und durchlief mehrere Eigentümer, Firmennamen und Produktionsprogramme.
Am 24. Januar 1898 wurde die Waggonfabrik Weimar AG gegründet. Auf dem Gelände im Norden Weimars entstanden zunächst Güterwagen und später weitere Schienenfahrzeuge.
Nach Krieg, Demontage und politischen Umbrüchen wurde der Standort als sowjetischer Betrieb weitergeführt. Waggonbau und Reparationsproduktion bestimmten diese Phase.
Am 1. Mai 1952 wurde der Betrieb als VEB Waggonbau Weimar in Volkseigentum überführt. Rund 3.500 Menschen arbeiteten zu diesem Zeitpunkt am Standort.
Nach einer kurzen Phase als VEB Kranbau wurde der Betrieb zum VEB Mähdrescherwerk Weimar. Ende 1953 entstand der erste Mähdrescher der neuen Produktionsrichtung.
Nachdem die Mähdrescherfertigung nach Singwitz verlagert worden war, erhielt der Betrieb zum 1. Januar 1964 den neutraleren Namen VEB Weimar-Werk.
Nach der politischen Wende wurde der Großbetrieb neu strukturiert. Mehrere Nachfolgeunternehmen entwickelten einzelne Geschäftsfelder weiter. Der Industriestandort selbst besteht bis heute.
Die Namen spiegeln die wechselnden Produktionsschwerpunkte wider. Waggonbau, Kranbau, Mähdrescherproduktion, Landtechnik und Baumaschinen folgten nacheinander. Der Name „Weimar-Werk“ war deshalb bewusst nicht mehr an nur ein Erzeugnis gebunden.
In der DDR gehörte das Weimar-Werk zu den wichtigen Betrieben des Landmaschinen- und Baumaschinenbaus. Für die Stadt Weimar hatte der Betrieb eine enorme Bedeutung. In den 1960er-Jahren arbeiteten dort mehr als 4.000 Menschen. Für 1989 werden einschließlich der Betriebsteile 5.911 Beschäftigte genannt. Neben der eigentlichen Fertigung gehörten Ausbildung, Entwicklung, Versorgung und weitere betriebliche Einrichtungen zum umfangreichen Werksleben.
Besonders interessant ist die Spezialisierung der Produktion. Der Mähdrescherbau wurde 1962 nach Singwitz verlagert. In Weimar konzentrierte man sich zunehmend auf Kartoffelerntetechnik sowie Lader und Mobilbagger. 1981 verließ bereits die 80.000. Kartoffelerntemaschine das Werk. Maschinen wie E684, E686, T174 oder später T188 stehen deshalb für unterschiedliche Seiten derselben Industriegeschichte.
1970 wurde der Betrieb Teil des Weimar-Kombinats. Ende der 1970er-Jahre erfolgte die Eingliederung in das Kombinat Fortschritt Landmaschinen. Gerade für eine DDR-Modellbahnanlage mit Deutscher Reichsbahn eröffnet diese Entwicklung viele Gestaltungsmöglichkeiten: Bahnanschlüsse, Werksverkehr, Güterwagen, LPG-Szenen, Bauplätze und Betriebshöfe können glaubwürdig miteinander kombiniert werden.
Ein VEB-Werkhof neben einem Anschlussgleis, ein T172 an einer Kohleverladung oder ein T174 auf einer Baustelle macht aus einzelnen Fahrzeugmodellen eine nachvollziehbare Betriebsszene.
| Typ | Einordnung | Zeitliche Bedeutung | Typische Modellbahnszene |
|---|---|---|---|
| T170 | Universeller Lader | Nullserie ab 1957, frühe Weimarlader-Generation | Kohlehandel, Lagerplatz, Landwirtschaft und Betriebshof |
| T172 | Weiterentwickelter Seilzuglader | Serienproduktion ab 1962 | Bahnmeisterei, Kohleverladung, Melioration und Werkhof |
| T174-1 | Mobilbagger | Produktionsanlauf 1967 | Baustelle, Straßenbau, Industrie und Landwirtschaft |
| T174-2 | Weiterentwickelter Mobilbagger | Serienproduktion ab 1975 | Baukombinat, LPG, Schrottplatz, Düngemittel und Güterumschlag |
| E686 | Rodetrennlader / Kartoffelerntetechnik | Produktionsanlauf Anfang der 1980er-Jahre | Landwirtschaft, LPG, Feldrand und Güterverladung |
| T188 | spätere Mobilbagger-Generation | Produktionsanlauf Ende der 1980er-Jahre | späte Epoche IV und frühe Nachwendezeit |
Für Modelleisenbahner sind gegenwärtig vor allem T170, T172 und T174-2 interessant, weil dafür mehrere konkrete H0- und TT-Modelle angeboten werden.
Die größte Auswahl konzentriert sich aktuell auf Spur H0 und TT. Besonders Auhagen und Busch decken mehrere Generationen und Einsatzgebiete ab. So kann eine Szene gezielt nach Epoche und Aufgabe zusammengestellt werden.
In H0 sind frühe T170- und T172-Lader ebenso vertreten wie verschiedene T174-2-Mobilbagger.
Frühe Weimarlader-Generation für Industrie- und Ladeszenen.
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Für Werkhof, Baustelle, Feldrand oder Güterumschlag.
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Besonders passend zu Kohlehandel, Güterbahnhof und Lagerplatz.
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Universell für landwirtschaftliche und industrielle Motive.
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Ideal für Erdarbeiten, Tiefbau und Baustellendioramen.
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Markanter Mobilbagger für Bau, Industrie und Materialumschlag.
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Klassisches Arbeitsfahrzeug für Baustellen und Werkhöfe.
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Typisches Motiv für LPG, ACZ und landwirtschaftliche Verladung.
Produkt öffnen →TT bietet eine besonders interessante Auswahl aus Auhagen-Bausätzen und fein detaillierten Busch-T174-Modellen.
Passend zu Kohlebansen, Güterwagen und kleiner Ladestraße.
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Besonders passend zur Deutschen Reichsbahn und zum Gleisbau.
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Für Entwässerung, Landwirtschaft und ländliche Arbeitsszenen.
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Markante Farbvariante für Bau- und Industrieszenen.
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Universeller Mobilbagger für Bauplatz und Industriegebiet.
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Sehr passend zu Landwirtschaft, Werkhof und DDR-Baustelle.
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Dezente Ausführung für technische und industrielle Motive.
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Spezielle Ausführung für historische DDR-Szenen.
Produkt öffnen →Ein T172 neben Materialstapeln, Schwellen, Schotter und einem Arbeitswagen wirkt besonders glaubwürdig. Ergänzen Sie Werkzeuge, Bahnarbeiter und einen kleinen Lagerplatz.
T170 und T172 passen hervorragend an Kohlebansen. Offene Güterwagen, Waage, LKW und Kohlehaufen erzählen sofort, warum der Lader an dieser Stelle steht.
Der T174-2 mit Düngemitteltrichter eignet sich besonders für Agrarchemische Zentren und LPG-Motive. Traktoren, Anhänger, Silos und Wirtschaftsgebäude runden die Szene ab.
Fabrikhallen, Verladerampe, offene Wagen, IFA-LKW und ein Weimarlader ergeben ein überzeugendes VEB-Motiv der Epoche IV.
| Spur | Maßstab | Weimarlader-Auswahl | Besondere Stärke |
|---|---|---|---|
| H0 | 1:87 | T170, T172 und T174-2 | Sehr gute Detailwirkung und große Auswahl an DDR-Fahrzeugen |
| TT | 1:120 | T170, T172 und mehrere T174-2 Varianten | Besonders starke Auswahl für ostdeutsche Modellbahnthemen |
| N | 1:160 | nur sehr eingeschränkt | DDR-Industrieszene über alternative Fahrzeuge darstellen |
| Z / 0 / 1 / G | unterschiedlich | kaum reguläre Weimarlader-Serienmodelle | Thema über Gebäude, Fahrzeuge und Industrieumfeld interpretieren |
Für einen konkreten Weimarlader-Schwerpunkt sind H0 und TT derzeit die naheliegendsten Nenngrößen. Wer noch zwischen beiden schwankt, findet eine zusätzliche Entscheidungshilfe im Vergleich Spur H0 oder Spur TT .
Beim Seitenaufruf werden zusätzliche passende Artikel aus den Warengruppen Baufahrzeuge, Fahrzeug-Bausätze sowie Traktoren und Landmaschinen geprüft. Eindeutig archivierte Artikel werden dabei nicht übernommen.
Passende Weimarwerk-Modelle werden angezeigt.
Bagger, Lader, Krane, Kipper und weitere Baustellenfahrzeuge.
Weimarlader, Multicar und weitere Fahrzeuge zum Selbstbau.
Passende Fahrzeuge für LPG, Feld, Hof und Agrarzentrum.
Lokomotiven und Wagen für passende DDR-Eisenbahnszenen.
IFA, Robur, Anhänger und weitere Fahrzeuge für H0.
T170, T172 und T174 ausführlich im Modell erklärt.
Der Industriestandort geht auf die am 24. Januar 1898 gegründete Waggonfabrik Weimar AG zurück. Der eigentliche Name VEB Weimar-Werk wurde erst ab 1. Januar 1964 verwendet.
Das Produktionsprogramm änderte sich mehrfach. Es reichte vom Waggonbau über Krane und Mähdrescher bis zu Kartoffelerntetechnik, Ladern und Mobilbaggern.
Der Begriff wird für verschiedene in Weimar gefertigte Lader und Mobilbagger verwendet. Besonders bekannt sind T170, T172 und die späteren T174-Varianten.
Die Entwicklung war 1957 so weit fortgeschritten, dass die Nullserie gefertigt werden konnte. Der T170 gehört damit zu den frühen bekannten Ladern des Weimarer Werkes.
Die Produktion des T172 begann 1962. 1967 wurde bereits der 8.817. T172 fertiggestellt, während gleichzeitig die nächste Mobilbaggergeneration anlief.
Der T174-1 ging 1967 in Produktion. Die überarbeitete Variante T174-2 folgte ab Mitte der 1970er-Jahre und wurde zu einem besonders bekannten DDR-Mobilbagger.
Die interessanteste reguläre Modellauswahl gibt es derzeit für H0 im Maßstab 1:87 und TT im Maßstab 1:120.
Im aktuellen Modellbahnshop-Sortiment sind vor allem Auhagen und Busch relevant. Auhagen bietet mehrere T170- und T172-Modelle, Busch verschiedene T174-2-Ausführungen.
Frühe Typen passen besonders zu Epoche III. T172 und vor allem T174 sind sehr typische Fahrzeuge der Epoche IV. Manche Maschinen waren auch nach 1990 noch im Einsatz.
Besonders überzeugend wirken Kohlehandel, Bahnmeisterei, Güterbahnhof, LPG, Agrarchemisches Zentrum, Baustelle, Schrottplatz oder ein Industriebetrieb mit Anschlussgleis.
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