Anfahrverzögerung
Steuert die Rampenzeit beim Beschleunigen. Ein höherer Wert bewirkt üblicherweise einen langsameren Geschwindigkeitsaufbau.
Ein Lokdecoder erhält von der Digitalzentrale eine gewünschte Fahrstufe. Ohne programmierte Verzögerung versucht er, diese neue Vorgabe sehr schnell umzusetzen. Bei einem Modell kann das technisch funktionieren, optisch wirkt der plötzliche Geschwindigkeitswechsel jedoch oft unnatürlich.
Die Anfahrverzögerung legt fest, wie schnell der interne Sollwert des Decoders von einer niedrigeren auf eine höhere Geschwindigkeit steigt. Im klassischen DCC-System wird diese Grundfunktion über CV3 beeinflusst. Die Bremsverzögerung arbeitet umgekehrt und wird über CV4 eingestellt.
Beide Werte sind voneinander unabhängig. Eine Rangierlok kann eine kurze Beschleunigungszeit und eine kurze Bremszeit erhalten. Eine schwere Güterzuglok darf gemächlicher Geschwindigkeit aufnehmen und deutlich länger ausrollen. Bei einem Sounddecoder sollten Motorhochlauf, Lastwechsel, Leerlauf und Bremsgeräusch zusätzlich mit der sichtbaren Bewegung harmonieren.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Motorregelung . Ruckelt eine Lok bereits bei Fahrstufe 1, löst ein hoher CV3-Wert dieses technische Problem nicht. Saubere Stromaufnahme, leichtgängiges Getriebe, passende Anfahrspannung und eine stabile Lastregelung bilden zuerst die Grundlage.
Die Rechner liefern bewusst Richtwerte. Die DCC-Referenz verwendet 0,896 Sekunden pro CV-Schritt für den vollständigen Geschwindigkeitsdurchlauf. Viele Decoder besitzen jedoch eigene Skalierungen, Sanftanläufe oder zusätzliche Bremsfunktionen. Deshalb kann der Zeitfaktor frei angepasst werden.
Ermittelt eine rechnerische Beschleunigungs- oder Bremszeit.
DCC-Richtwert für CV-Wert 15.
Den tatsächlichen Faktor nach Möglichkeit aus der Anleitung der konkreten Decoderfamilie übernehmen.
Hilfreich, wenn eine Lok beispielsweise in ungefähr zwölf Sekunden auf Streckengeschwindigkeit kommen soll.
Anschließend auf der Anlage fein abstimmen.
Wertebereich und Skalierung des Decoderherstellers bleiben maßgeblich.
Näherung bei gleichmäßigem Abbremsen von einer vorgegebenen Vorbildgeschwindigkeit auf Stillstand.
Nur physikalische Näherung bei gleichmäßiger Verzögerung.
Decoderkennlinie, reale Modellgeschwindigkeit, Schwungmasse, Steigung und Zuglast verändern den tatsächlichen Halteweg.
Steuert die Rampenzeit beim Beschleunigen. Ein höherer Wert bewirkt üblicherweise einen langsameren Geschwindigkeitsaufbau.
Steuert das Absenken der internen Geschwindigkeit. Der Wert beschreibt keine feste Bremsstrecke in Zentimetern.
Die DCC-Spezifikation sieht eine zusätzliche Anpassung der Beschleunigung beispielsweise für Zugverbände vor.
Ergänzt entsprechend die Basisverzögerung aus CV4. Unterstützung und praktische Nutzung decoderabhängig prüfen.
Bei unterstützten Decodern zuerst sinnvoll einstellen, weil eine höhere Geschwindigkeit bei gleicher Zeit den Bremsweg verlängert.
Viele Decoder verwenden traditionell eine Funktion zur direkten Reaktion beim Rangieren. Die tatsächliche Taste kann frei gemappt sein.
Geeignete Decoder können asymmetrische DCC-Bremsabschnitte erkennen. Bremsparameter sind herstellerspezifisch.
Einige moderne Decoder besitzen eigene Haltewegfunktionen. Diese sind nicht identisch mit der Zeitverzögerung über CV4.
Universelle CV-Werte sind wenig sinnvoll. Ein glaubwürdiges Fahrverhalten orientiert sich an Fahrzeugklasse, Zugmasse, Einsatzgebiet und verfügbarer Strecke.
Kurze Beschleunigungs- und Bremszeiten. Für Kuppelbewegungen sollte eine abschaltbare ABV oder ein gut erreichbarer Rangiermodus vorhanden sein.
Zügiges, aber nicht abruptes Beschleunigen. Bremsverhalten so wählen, dass kurze Bahnsteige zuverlässig getroffen werden.
Mittlere bis längere Anfahrzeit. Erst realistische Höchstgeschwindigkeit einstellen, anschließend CV4 abstimmen.
Ruhige Lastaufnahme, langer Geschwindigkeitsaufbau und kontrolliertes Ausrollen vermitteln hohe Zugmasse besonders überzeugend.
Sichtbare Beschleunigung und Soundablauf gemeinsam abstimmen. Dampfschläge, Lastwechsel und Bremsquietschen müssen zur Bewegung passen.
Zuerst Geschwindigkeitskennlinien angleichen. Danach Beschleunigungs- und Bremszeiten möglichst identisch abstimmen.
Hersteller, Decoderfamilie und Anleitung prüfen. Wertebereich, Zeitfaktor und Zusatzfunktionen dokumentieren.
Mit sehr niedriger Verzögerung testen. Die Lok muss bereits ohne lange ABV sauber und gleichmäßig fahren.
Überhöhte Modellgeschwindigkeit verfälscht jeden später ermittelten Bremsweg.
Start-, Mess- und Haltepunkt festlegen. Immer mit denselben Bedingungen vergleichen.
Wert schrittweise erhöhen, bis die Beschleunigung zur Fahrzeugklasse und üblichen Zuglast passt.
Immer aus derselben Geschwindigkeit bremsen und den tatsächlichen Haltepunkt messen.
ABV-Abschaltung, Rangiergeschwindigkeit und Funktionstasten im praktischen Kuppelbetrieb prüfen.
Lokadresse, Decoder, CV3, CV4, Höchstgeschwindigkeit, ABV-Taste und Besonderheiten dokumentieren.
CV4 erzeugt grundsätzlich eine zeitliche Verzögerung. Wer einen reproduzierbaren Halt vor einem Signal oder Bahnsteig benötigt, muss Ausgangsgeschwindigkeit und verwendetes Bremssystem zusätzlich kontrollieren.
Ein schneller Zug legt während derselben Verzögerungszeit mehr Strecke zurück. Gleicher CV4-Wert bedeutet deshalb nicht automatisch gleicher Haltepunkt.
Geeignete DCC-Decoder erkennen eine asymmetrische Gleisspannung. Ob normale CV4 oder ein gesonderter Bremsweg genutzt wird, hängt vom Decoder ab.
Einige Decoder besitzen eine gesonderte Funktion für möglichst reproduzierbare Haltestrecken. Dafür gelten eigene Parameter und teilweise Kalibrierverfahren.
Multiprotokolldecoder können zusätzliche Bremsverfahren über Gleichspannung oder spezielle Signalabschnitte unterstützen.
Decoder regeln den Motor, doch Getriebe, Schwungmasse, Wagenwiderstand und Steigung verändern den sichtbaren Bewegungsablauf.
Bei automatischem Betrieb können Rückmelder und Software Geschwindigkeitsprofile nutzen. Dann wird die Decoder-ABV mit der Anlagensteuerung gemeinsam abgestimmt.
CV3 und CV4 sind breit verbreitet. Zusätzliche Rampen, abschaltbare ABV-Sätze, Funktionstasten, konstante Bremswege und Programmer unterscheiden sich jedoch deutlich.
Wenn Änderungen an CV3 und CV4 bei einer passenden PIKO-XP-Decoderfamilie kaum sichtbar sind, zuerst die decoderbezogene Dokumentation prüfen. PIKO beschreibt für SmartDecoder XP 5.1 eine zusätzliche Sanftanfahrrampe. Einstellungen dieser Art niemals ungeprüft auf andere Decoderfamilien übertragen.
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Kompakter Multiprotokolldecoder für kleine Fahrzeuge und enge Einbauräume.
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Sehr kompakter DCC-Decoder für TT- und N-Fahrzeuge mit engem Bauraum.
Produkt ansehen →| Spurwelt | Typische Herausforderung | Empfohlener Fahrtest |
|---|---|---|
| Spur Z | sehr kurze Anlagenwege und empfindliche Stromaufnahme | kleine Werteänderungen, sauberes Gleis und genügend Sicherheitsweg |
| Spur N | lange Züge auf kompakter Anlagenfläche | Bremsweg mit dem längsten regelmäßig gefahrenen Zug prüfen |
| Spur TT / TTe | Rangier- und Streckenbetrieb auf derselben Anlage | ABV-Abschaltung und normale Streckenwerte getrennt erproben |
| H0 / H0e / H0m / H0f | sehr unterschiedliche Fahrzeuge, Decoder und Zugarten | Werte nach Fahrzeugklasse statt pauschal für den gesamten Fuhrpark wählen |
| Spur 0 | große sichtbare Fahrzeugmasse und viele Zusatzfunktionen | Sound, Digitalkupplung und Bremsgeräusch gemeinsam abstimmen |
| Spur 1 | große Fahrzeuge und lange reale Auslaufwege | lange Teststrecke und ausreichende Reserve zum Gleisende nutzen |
| Spur G | schwere Züge, Steigungen und wechselnde Last | mit leichtem sowie schwerem Zug und auf Steigungsstrecken testen |
Prüfen, ob eine ABV-Abschaltung aktiv ist oder eine zusätzliche Decoderfunktion die Grundrampe überlagert.
Zuerst Höchstgeschwindigkeit realistisch begrenzen. Erst danach CV4 verkleinern und erneut aus derselben Geschwindigkeit testen.
Eine reine Zeitverzögerung liefert keinen garantiert konstanten Haltepunkt. Bremsabschnitt oder speziellen Bremsweg prüfen.
CV3 zunächst niedrig setzen und Stromaufnahme, Getriebe, Anfahrspannung und Lastregelung prüfen.
Soundprojekte benötigen häufig eine bestimmte Geschwindigkeit, Verzögerungsstärke oder Fahrstufe 0 als Auslöser.
Mindest- und Höchstgeschwindigkeit sowie CV3 und CV4 beider Lokomotiven möglichst genau angleichen.
Der Produktradar liest aktuelle Decoder- und Herstellerseiten nach. Gefundene Produktdetailseiten werden kontrolliert. Erkannte Archivartikel werden verworfen, kleine Produktbilder auf die 400-Pixel-Shopvariante umgestellt und Verfügbarkeitsangaben nicht auf dieser Landingpage ausgegeben.
Echtzeitprüfung startet beim Erreichen dieses Bereichs.
Beschleunigung und Bremsen sind nur zwei Bausteine. Eine wirklich überzeugende Digitallok benötigt außerdem eine passende Höchstgeschwindigkeit, saubere Motorregelung, sinnvolle Funktionstasten, gegebenenfalls ein abgestimmtes Soundprojekt und eine zuverlässige Stromaufnahme.
Bei DCC-Lokdecodern wird die normale Anfahrverzögerung üblicherweise mit CV3 eingestellt. Zusätzliche Rampen und alternative Verzögerungssätze können herstellerspezifisch sein.
Die normale DCC-Bremsverzögerung wird über CV4 beeinflusst. Ein höherer Wert bedeutet in der üblichen Interpretation eine längere Verzögerungszeit.
In der DCC-Grundfunktion bedeutet Wert 0 keine programmierte Beschleunigungs- beziehungsweise Bremsverzögerung. Zusätzliche Decoderfunktionen können trotzdem wirken.
Es gibt keinen universellen CV-Wert. Entscheidend sind Decoderfaktor, Fahrzeugtyp, Geschwindigkeit, Zuglast und Anlagenlänge. Deshalb sollte nach Zeit und sichtbarer Wirkung abgestimmt werden.
Nach der DCC-Referenzrechnung mit 0,896 Sekunden je Wert wären es ungefähr 8,96 Sekunden. Hersteller können jedoch andere Skalierungen oder Zusatzrampen verwenden.
Eine Zeitverzögerung wirkt über einen bestimmten Zeitraum. Ein schneller fahrendes Fahrzeug legt während derselben Zeit mehr Strecke zurück.
Viele Decoder unterstützen dies. Häufig wird traditionell F4 verwendet, die tatsächliche Funktionstaste kann durch Mapping jedoch anders belegt sein.
Der Rangiergang reduziert meist die Geschwindigkeit oder verändert die Fahrkennlinie. Die ABV-Abschaltung entfernt dagegen die programmierte zeitliche Verzögerung.
Ein konstanter Halteweg ist eine zusätzliche Decoderfunktion und wird nicht allein durch CV4 erzeugt. Die Einstellung ist herstellerspezifisch.
Das hängt von Decoder und Konfiguration ab. Manche Decoder verwenden die normale Bremsverzögerung, andere spezielle Bremswegparameter.
Dann sollten Stromaufnahme, Mechanik, Anfahrspannung und Motorregelung geprüft werden. CV3 ist keine Reparaturfunktion.
Zuerst Mindest-, Mittel- und Höchstgeschwindigkeit angleichen. Danach CV3 und CV4 beziehungsweise die gemessenen Beschleunigungs- und Bremszeiten aufeinander abstimmen.
Im großen Modelleisenbahn-Ratgeber finden Sie anschließend Decoder, Digitalzentralen, Motorregelung, Sound, Gleise, Fahrzeuge, Wartung und Anlagenplanung.