Decoder identifizieren
Lesen Sie CV 8 als Herstellerkennung aus und vergleichen Sie Artikelnummer, Schnittstelle und Decoderbeschreibung. Bei einer werksseitigen Soundlok ist zusätzlich das Fahrzeugmodell wichtig.
Reagiert eine Lok nach einer Programmierung nicht mehr richtig, kann ein kontrollierter Werksreset helfen. Hier erfahren Sie, was vorher gesichert werden sollte, welche Unterschiede zwischen den Herstellern bestehen und wie das Fahrzeug anschließend wieder eingerichtet wird.
Beim Zurücksetzen werden gespeicherte Konfigurationswerte ganz oder teilweise durch definierte Ausgangswerte ersetzt. Dadurch können Lokadresse, Beschleunigung, Bremsverzögerung, Höchstgeschwindigkeit, Motorregelung, Lichtzuordnung und weitere Funktionen verändert werden.
Ein Reset repariert jedoch keinen defekten Motor, keine unterbrochene Stromaufnahme und keinen beschädigten Funktionsausgang. Ruckelt die Lok wegen verschmutzter Räder oder eines mechanischen Problems, bleibt der Fehler auch nach dem Zurücksetzen bestehen.
Besonders wichtig ist die Herkunft des Decoders. Ein frei gekaufter Nachrüstdecoder besitzt meist andere Ausgangswerte als ein ab Werk in einer Lok verbauter OEM-Decoder. Bei Sounddecodern kann der Reset auf die im Soundprojekt hinterlegten Werte zurückführen und nicht zwingend auf eine allgemeine Decoder-Grundkonfiguration.
Die häufig verwendete Kombination CV 8 mit Wert 8 gilt nicht pauschal für jedes digitale Bauteil. Prüfen Sie Hersteller, Artikelnummer, Decoderfamilie und Anleitung, bevor ein Wert geschrieben wird.
Ein Reset ist schnell ausgelöst. Die bisherige Konfiguration lässt sich anschließend jedoch nicht immer vollständig rekonstruieren.
Lesen Sie CV 8 als Herstellerkennung aus und vergleichen Sie Artikelnummer, Schnittstelle und Decoderbeschreibung. Bei einer werksseitigen Soundlok ist zusätzlich das Fahrzeugmodell wichtig.
Speichern Sie mit einer Programmer-Software die vorhandene Decoderdatei. Ohne Programmer sollten mindestens Adresse, CV 29, Fahrwerte, Lautstärke und auffällige Funktionszuordnungen notiert werden.
Prüfen Sie Räder, Schleifer, Stromabnahme, Motor, Getriebe und Kabel. Ein Reset ist keine Reparatur und sollte nicht anstelle einer technischen Fehlerdiagnose durchgeführt werden.
Stellen Sie nur das betroffene Fahrzeug auf eine elektrisch getrennte Programmierstrecke. So verhindern Sie, dass weitere Decoder denselben Befehl erhalten.
Warten Sie nach dem Abschalten, bis sich Energiespeicher entladen haben. Dadurch beginnt der neue Einschaltvorgang eindeutig und der Decoder kann seine Ausgangswerte sauber übernehmen.
Viele Decoder verwenden nach dem Reset wieder Adresse 3. Prüfen Sie diese Adresse zuerst und vergeben Sie danach eine eindeutige Lokadresse.
Herstellerseiten helfen bei der Suche nach Decoderfamilien, Programmiergeräten, Zentralen und passendem Digitalzubehör.
| Hersteller | Typischer Resetweg | Was besonders zu beachten ist |
|---|---|---|
| ESU | Bei vielen LokPilot- und LokSound-Familien DCC-Programmierung CV 8 = 8 oder Resetfunktion im LokProgrammer. | Soundprojekt, Funktionsmapping und OEM-Konfiguration können spezielle Ausgangswerte besitzen. |
| PIKO | Bei SmartDecoder-XP-Ausführungen häufig CV 8 = 8; alternativ Projektverwaltung über SmartProgrammer. | Die konkrete SmartDecoder-Generation und Fahrzeuganleitung müssen übereinstimmen. |
| Märklin | mfx-Fahrzeuge über den Resetbefehl der Central Station oder Mobile Station; mLD/mSD je nach Anleitung auch per DCC-CV. | Nach dem Reset kann eine neue mfx-Anmeldung erforderlich sein. |
| ZIMO | CV 8 = 8 lädt normalerweise die zum Projekt beziehungsweise CV-Satz gehörenden Ausgangswerte. | CV 8 = 0 kann bei ZIMO eine andere Bedeutung besitzen. Anleitung exakt beachten. |
| Lenz | Bei verschiedenen GOLD-, SILVER- und Standard-Decodern CV 8 = 8 oder 33. | Ein angeschlossenes SUSI-Modul oder Teile einer Kennlinie werden je nach Modell nicht mit zurückgesetzt. |
| Uhlenbrock | Bestimmte IntelliDrive-Familien nutzen CV 8 oder CV 59 mit auswählbaren Resetbereichen. | Wert und zurückgesetzter Bereich sind decoderabhängig. Keinen pauschalen Wert schreiben. |
| Tillig | Nach tatsächlich eingebautem Decoderhersteller vorgehen, beispielsweise Uhlenbrock oder einem anderen Kooperationspartner. | Der Fahrzeugname allein verrät nicht immer, von welchem Hersteller die Elektronik stammt. |
Entfernen Sie das Fahrzeug vom Hauptgleis und stellen Sie es allein auf eine saubere, elektrisch getrennte Programmierstrecke.
Prüfen Sie Fahrzeuganleitung, Decoderverpackung, gespeichertes Projekt oder Herstellerkennung. Die genaue Decoderfamilie ist entscheidend.
Lesen Sie die aktuelle Adresse und wichtige Einstellungen aus. Mit einem Programmer sollte das gesamte Projekt gespeichert werden.
Verwenden Sie die Menüfunktion der Zentrale, die Hersteller-Software oder den ausdrücklich genannten CV-Befehl der Anleitung.
Schreiben Sie den vorgesehenen Wert nur einmal. Ein Auslesen von CV 8 zeigt normalerweise die Herstellerkennung und nicht den zuvor geschriebenen Resetwert.
Nehmen Sie die Lok für einige Sekunden vom Gleis. Bei einem eingebauten Pufferspeicher sollte ausreichend lange gewartet werden.
Prüfen Sie zuerst Adresse 3, Fahrtrichtung, Licht und eine langsame Testfahrt. Verwenden Sie zunächst keine langen Züge.
Vergeben Sie Adresse, Beschleunigung, Bremsverzögerung und Funktionen nacheinander. Nach jeder Änderung folgt ein kurzer Test.
Für grundlegende DCC-Resets genügt häufig eine Zentrale mit Programmiergleisausgang. Die Menünamen unterscheiden sich je nach SmartControl, Z21, ECoS, Intellibox oder anderer Steuerung.
Bei kompatiblen Märklin- und ESU-mfx-Decodern kann der integrierte Resetbefehl der Zentrale verwendet werden. Danach muss das Fahrzeug gegebenenfalls erneut angemeldet werden.
Ein herstellerspezifisches Gerät ist besonders sinnvoll, wenn vor dem Zurücksetzen ein vollständiges Projekt gesichert oder später wieder eingespielt werden soll.
Der eigentliche Reset hängt vom Decoder und nicht vom Maßstab ab. Baugröße, Stromaufnahme und Ausstattung beeinflussen jedoch die Prüfung danach.
| Spurweite | Typische Besonderheit | Prüfung nach dem Reset |
|---|---|---|
| Spur Z | Sehr kleine Decoder und empfindliche Stromaufnahme. | Räder und Kontaktflächen reinigen, zunächst mit geringer Geschwindigkeit testen. |
| Spur N | Next18, NEM 651 und kompakte Microdecoder. | Licht, Fahrtrichtung und Wärmeentwicklung kontrollieren. |
| Spur TT | PluX12, Next18, NEM 651 und herstellerspezifische Lösungen. | Decoderhersteller in Tillig- und PIKO-Fahrzeugen eindeutig feststellen. |
| Spur H0 | Größte Vielfalt aus 21MTC, PluX22, NEM 652, Next18 und mfx. | AC/DC-System, Protokoll, Sound und Zusatzfunktionen getrennt testen. |
| H0e / H0m | Begrenzter Platz und häufig kurze Fahrzeuge. | Stromaufnahme und mögliche Pufferspeicher besonders beachten. |
| Spur 0 | Mehr Funktionen, größere Lautsprecher und stärkere Motoren. | Motorstrom, Kupplungen, Sound und Funktionsausgänge einzeln kontrollieren. |
| Spur 1 / G | Großbahndecoder, Rauchgeneratoren und hohe Belastung. | Ersten Test ohne Wagen und mit reduzierter Lautstärke durchführen. |
Prüfen Sie, ob der Reset tatsächlich ausgeführt wurde, welches Protokoll aktiv ist und ob die Zentrale kurze DCC-Adressen korrekt anspricht.
Das Soundprojekt kann eigene Ausgangswerte für Funktionstasten enthalten. Laden Sie bei Bedarf das zuvor gesicherte Projekt wieder ein.
Kontrollieren Sie Steckrichtung, Verkabelung und Fahrzeugplatine. Ein Reset kann keinen falsch eingesetzten Stecker korrigieren.
Reinigen Sie Gleise und Räder und prüfen Sie Motor sowie Getriebe. Dauerhaftes Ruckeln ist häufig mechanisch oder elektrisch verursacht.
Löschen Sie einen fehlerhaften alten Eintrag und starten Sie die automatische Anmeldung nach den Vorgaben der Zentrale erneut.
Fahrstrom sofort abschalten. Verdrahtung, Motorstrom, Beleuchtung und mögliche Kurzschlüsse prüfen. Nicht wiederholt resetten.
Programmiergeräte erleichtern Sicherung, Reset und Neueinrichtung. Bei einem Decoderwechsel müssen Schnittstelle, Motorstrom, Protokoll, Funktionsausgänge und Einbaumaße zum Fahrzeug passen.
Für Projekte, Einstellungen und Sound kompatibler PIKO-Decoder.
Produkt ansehen →
Grafische Konfiguration und Projektverwaltung für ESU-Decoder.
Produkt ansehen →
PC-Programmer für Märklin mLD3- und mSD3-Nachrüstdecoder.
Produkt ansehen →
Kompakte Programmierschnittstelle für SmartDecoder-XP-Projekte.
Produkt ansehen →
Test-, Diagnose- und Programmierstation für Decoderprojekte.
Produkt ansehen →
Für Decoderupdates, CV-Konfiguration und ZIMO-Soundprojekte.
Produkt ansehen →
Multiprotokoll-Decoder mit klassischem 8-poligem Anschluss.
Produkt ansehen →
DCC-Decoder für Modelle mit 21MTC-Schnittstelle.
Produkt ansehen →
PluX22-Decoder für Fahrzeuge mit mehreren Funktionen.
Produkt ansehen →
DCC-Lokdecoder mit 8-poliger NEM-652-Schnittstelle.
Produkt ansehen →
Multiprotokolldecoder mit 8-poligem Anschluss.
Produkt ansehen →
PluX12-Decoder für entsprechend ausgerüstete TT-Fahrzeuge.
Produkt ansehen →
Kompakter SmartDecoder mit PluX12-Schnittstelle.
Produkt ansehen →
Microdecoder mit moderner Next18-Schnittstelle.
Produkt ansehen →
Kompakter Decoder mit 6-poliger NEM-651-Schnittstelle.
Produkt ansehen →
Subminiaturdecoder für Fahrzeuge mit sehr wenig Einbauraum.
Produkt ansehen →
Leistungsdecoder für große Fahrzeuge und mehrere Protokolle.
Produkt ansehen →
Großbahn-Sounddecoder mit umfangreichen Funktionsmöglichkeiten.
Produkt ansehen →
Unbespielter Großbahn-Sounddecoder für eigene Projekte.
Produkt ansehen →
Großbahn-Sounddecoder für BR 199 beziehungsweise V 100.
Produkt ansehen →Bei vielen Decodern wird CV 8 mit dem Wert 8 verwendet. Dieser Wert ist jedoch nicht universell. Prüfen Sie immer die Anleitung der konkreten Decoderfamilie.
Beim Auslesen enthält CV 8 normalerweise die Herstellerkennung. Der geschriebene Resetwert wird nur als Befehl ausgewertet und nicht dauerhaft als neuer CV-Inhalt gespeichert.
Viele DCC-Decoder verwenden anschließend wieder Adresse 3. OEM-Decoder oder andere Protokolle können davon abweichen.
Ein normaler Werksreset löscht häufig nicht die Sounddatei selbst, setzt aber Lautstärke, Mapping und Projektwerte zurück. Maßgeblich ist die Beschreibung des Herstellers.
Einige Multiprotokolldecoder unterstützen dies im DCC-Modus. Komfortabler ist bei Märklin- oder ESU-mfx-Decodern häufig der Resetbefehl im Lokmenü der kompatiblen Zentrale.
Dann liegt wahrscheinlich kein reines Programmierproblem vor. Stromabnahme, Räder, Motor, Getriebe, Kabel und Fahrzeugplatine müssen technisch überprüft werden.
Ein korrekter Herstellerbefehl ist normalerweise vorgesehen. Falsche CV-Werte, ungeeignete Spannungen, Kurzschlüsse oder wiederholte Experimente mit unbekannten Befehlen können jedoch Probleme verursachen.
Nicht zwingend. Bei bestimmten Lenz-Decodern werden angeschlossene SUSI-Module ausdrücklich nicht vom Decoderreset erfasst.
Einige Decoderfamilien bieten Teilresets oder auswählbare Konfigurationsbereiche. Bei Uhlenbrock ist dies beispielsweise bei bestimmten Decodern über definierte Resetbereiche möglich.
Ein Programmer ist besonders sinnvoll, wenn komplette Projekte gesichert, Sounddateien verwaltet, umfangreiche Mappings bearbeitet oder mehrere Decoder regelmäßig gewartet werden.
Entdecken Sie weitere Anleitungen, Vergleiche und Kaufhilfen auf der zentralen Ratgeberseite des Modellbahnshops.