Was ist ein Lokdecoder?
Ein Lokdecoder ist ein elektronischer Empfänger in einer
Lokomotive oder einem Triebwagen. Er empfängt digitale Befehle
über das Gleis, erkennt die eigene Adresse und regelt den
angeschlossenen Motor. Zusätzlich schaltet er Licht,
Digitalkupplungen, Rauchgeneratoren und weitere Funktionen.
Worauf muss man achten?
Schnittstelle, Decodergröße, Motorstrom, Gleisspannung,
Digitalprotokoll und Zahl der Funktionsausgänge müssen zum
Fahrzeug passen.
Praxisbeispiel
Eine H0-Lokomotive mit PluX22-Schnittstelle benötigt einen
passenden PluX22-Decoder. Ein Next18-Decoder kann nicht direkt
eingesetzt werden.
Merksatz
Der Lokdecoder ist für Motorregelung und Fahrzeugfunktionen
zuständig.
Was ist ein Funktionsdecoder?
Ein Funktionsdecoder empfängt ebenfalls digitale Befehle, besitzt
aber keinen geregelten Motorausgang. Er wird verwendet, wenn
ausschließlich Beleuchtungen, Kupplungen, Servos oder andere
Funktionen geschaltet werden sollen.
Wo wird er eingesetzt?
Typische Einsatzorte sind Steuerwagen, Personenwagen,
Triebzugzwischenwagen, Kräne, Schneepflüge und Funktionsmodelle.
Praxisbeispiel
In einem Steuerwagen schaltet der Decoder weißes Spitzenlicht,
rotes Schlusslicht und die Innenbeleuchtung unabhängig
voneinander.
Merksatz
Der Funktionsdecoder schaltet Funktionen, aber keinen Fahrmotor.
Was ist ein Schaltdecoder?
Ein Schaltdecoder empfängt Zubehörbefehle von der Zentrale und
schaltet stationäre Verbraucher. Je nach Bauart liefert er kurze
Impulse, dauerhafte Schaltspannungen, Relaiskontakte oder
Steuersignale für Servos und Motorantriebe.
Welche Verbraucher passen?
Doppelspulenantriebe, motorische Weichen, Servos, Lichtsignale,
Formsignale und Beleuchtungen benötigen unterschiedliche
Ausgangsarten.
Praxisbeispiel
Ein vierfacher Magnetartikeldecoder kann vier
Doppelspulen-Weichenantriebe über vier digitale Adressen bedienen.
Merksatz
Der Schaltdecoder steuert Zubehör, das fest auf der Anlage
installiert ist.
Was ist ein Rückmeldemodul?
Ein Rückmeldemodul erkennt Zustände auf der Anlage und überträgt
sie an die Zentrale oder einen Computer. Es kann Stromverbrauch,
Massekontakte, Reedkontakte, Schalter, Taster oder andere Sensoren
auswerten.
Warum ist Rückmeldung wichtig?
Automatische Abläufe benötigen eine zuverlässige Information
darüber, ob ein Gleis belegt ist oder ein Kontakt ausgelöst wurde.
Praxisbeispiel
Fährt eine Lok in einen überwachten Abschnitt, erkennt ein
Stromfühler den Verbraucher und meldet das Gleis als belegt.
Merksatz
Der Rückmelder liefert Informationen aus der Anlage zurück.
Was ist ein Booster?
Ein Booster ist die Leistungsstufe eines Digitalsystems. Er
erhält das digitale Steuersignal von der Zentrale und erzeugt
daraus ein belastbares Gleissignal für Lokomotiven, Decoder,
Beleuchtungen und weitere Verbraucher.
Wann wird ein Booster benötigt?
Ein zusätzlicher Booster ist sinnvoll, wenn die Leistung der
Zentrale nicht ausreicht oder mehrere getrennte Kurzschluss- und
Versorgungsbereiche eingerichtet werden sollen.
Praxisbeispiel
Hauptbahnhof und Schattenbahnhof werden getrennt versorgt. Ein
Kurzschluss im Bahnhof legt dadurch nicht automatisch die gesamte
Anlage still.
Merksatz
Ein Booster liefert mehr Leistung, aber nicht mehr
Decoderadressen.
Was ist ein Digitalbus?
Ein Digitalbus ist eine festgelegte Datenverbindung zwischen
Zentrale und Systemgeräten. Er überträgt Befehle, Rückmeldungen,
Konfigurationsdaten und bei manchen Systemen eine begrenzte
Versorgungsspannung.
Welche Bussysteme gibt es?
Häufige Beispiele sind LocoNet, s88 beziehungsweise s88N,
XpressNet, R-Bus, CAN, ECoSlink und herstellerspezifische
Verbindungen.
Praxisbeispiel
Ein Rückmeldemodul erkennt die Gleisbelegung und sendet den
Zustand über LocoNet oder R-Bus an die Digitalzentrale.
Merksatz
Ein gleich aussehender Stecker garantiert keine technische
Kompatibilität.