Lok rückwärts, Frontlicht vorn
Der Motor läuft entgegen der Lichtlogik. Motorleitungen orange und grau, Steckerausrichtung oder eine separate Motorumkehr prüfen.
Zeigt die Zentrale „vorwärts“, während die Lok rückwärts fährt, kommen CV 29, vertauschte Motoranschlüsse, ein verdrehter Stecker oder eine falsche Definition der Fahrzeugfront infrage. Entscheidend ist, ob auch Spitzen- und Schlusslicht falsch reagieren.
Fährt die Lok bei einem Vorwärtsbefehl rückwärts und leuchten zugleich die richtungsabhängigen Lampen auf der falschen Fahrzeugseite, kann bei DCC Bit 0 in CV 29 umgeschaltet werden. Diese Einstellung dreht im Digitalbetrieb sowohl die Fahrtrichtung als auch die richtungsabhängigen Lichtfunktionen um.
Fährt dagegen nur der Motor falsch, während das weiße Spitzenlicht bereits an der gewünschten Fahrzeugfront leuchtet, sind wahrscheinlich die Motorleitungen vertauscht. Bei einem frei verdrahteten Decoder werden dann nach vollständiger Stromtrennung die orange und graue Motorleitung getauscht. Manche Decoder bieten alternativ eine getrennte Motorumkehr.
Leuchtet nur das Licht auf der falschen Seite, während die Lok richtig fährt, liegt kein Fahrtrichtungsfehler vor. In diesem Fall werden Lichtausgänge, weiße und gelbe Leitung oder das Function Mapping geprüft.
Bei einer Dampflok gilt meist die Rauchkammertür als vorn, bei Triebwagen häufig Führerstand 1. Einige Dieselvorbilder wurden planmäßig mit dem langen Vorbau voraus gefahren. Maßgeblich sind Modellanleitung, Führerstandsnummern und das gewünschte Betriebskonzept.
Der Motor läuft entgegen der Lichtlogik. Motorleitungen orange und grau, Steckerausrichtung oder eine separate Motorumkehr prüfen.
Motor und Licht sind gemeinsam umgekehrt. Bei DCC ist CV 29 Bit 0 die typische Korrektur.
Motorfahrtrichtung stimmt. Weiße und gelbe Lichtleitung, Fahrzeugplatine oder richtungsabhängiges Mapping kontrollieren.
Die normale Lokrichtung bleibt korrekt. Richtungseintrag der Traktion beziehungsweise Bit 7 der DCC-Verbundadresse prüfen.
CV 29 Bit 0 wirkt nach DCC-Grunddefinition nur digital. Analogmodus, Gleispolarität und Herstellerparameter getrennt behandeln.
Kabel können eingeklemmt oder ein Stecker gelockert sein. Fahrzeug sofort öffnen und stromlos kontrollieren.
Zentrale auf geringe Fahrstufe und eindeutige Vorwärtsrichtung stellen.
Feststellen, welcher Führerstand beziehungsweise welches Lokende voraus fährt.
Prüfen, ob das weiße Licht an der bewegten Fahrzeugfront leuchtet.
CV, Motoranschluss oder Lichtmapping gezielt und einzeln ändern.
DCC-Grundfunktionen sind vergleichbar, zusätzliche Motor- und Lichtumkehrungen unterscheiden sich jedoch nach Decoderfamilie.
CV 29 enthält mehrere Einstellungen in einem Wert. Neben der Fahrtrichtung können dort Fahrstufen, Analogbetrieb, RailCom, Geschwindigkeitskennlinie und kurze oder lange Adresse gespeichert sein. Deshalb darf CV 29 nicht durch einen beliebigen Tabellenwert ersetzt werden.
Für die reine DCC-Richtungsumkehr wird ausschließlich Bit 0 gewechselt. Ist der aktuelle Wert gerade, wird 1 addiert. Ist er ungerade, wird 1 abgezogen. Der Rechner führt genau diese Änderung aus und lässt alle anderen Bits unangetastet.
Diese Lösung ist passend, wenn Fahrtrichtung und richtungsabhängiges Licht gemeinsam umgekehrt werden sollen. Bei einer reinen Motorverdrahtungskorrektur ist sie nicht automatisch die beste Wahl.
Aktuellen CV-29-Wert auslesen und Bit 0 gezielt umschalten.
Der neue Wert aktiviert ausschließlich die umgekehrte DCC-Fahrtrichtung.
| Einbausituation | Typisches Fehlerbild | Passende Korrektur |
|---|---|---|
| Decoder mit freien Kabeln | Motor fährt entgegen dem bereits richtigen Licht | Orange und graue Motorleitung nach vollständiger Stromtrennung tauschen |
| NEM-652-Stecker | Motor und Licht verhalten sich nach Einsetzen unerwartet | Pin-1-Markierung von Stecker und Buchse stromlos vergleichen |
| Next18, PluX oder 21MTC | Nach Einsetzen fehlen mehrere Funktionen | Sitz, Ausrichtung und mögliche versetzte Kontaktierung prüfen; nicht drehen oder erzwingen |
| Werksseitige Fahrzeugplatine | Motor und Licht lassen sich getrennt invertieren | Herstellerspezifische Software- oder Decoderoption verwenden |
| DCC-Gleisanschlüsse rot und schwarz | Versuch, durch Vertauschen die Richtung zu ändern | Nicht erforderlich; digitale Fahrtrichtung wird durch den Fahrbefehl bestimmt |
| Märklin mLD3 oder mSD3 | Motor oder Licht einzeln falsch | Separate Motor- beziehungsweise Lichtinversion der Decoderfamilie prüfen |
Führerstand, Lokbeschriftung und Modellanleitung prüfen und gewünschtes Vorwärtsende dokumentieren.
Niedrige Fahrstufe wählen und Lok ohne Wagen in beide Richtungen bewegen.
Feststellen, ob weißes Spitzenlicht zur tatsächlichen Bewegung oder zum Fahrbefehl passt.
CV 29 und bei Bedarf das gesamte Decoderprojekt auslesen und speichern.
Gemeinsame Umkehr über CV 29 oder reine Motor- beziehungsweise Lichtkorrektur verwenden.
Entweder CV-Wert schreiben oder Verdrahtung ändern, nicht beides gleichzeitig.
Motor, Spitzenlicht, Schlusslicht, Soundablauf und Bremsfunktion kontrollieren.
Zentrale, Lokkarte und Mehrfachtraktion mit der neuen Frontdefinition abgleichen.
Bei DCC kann Bit 7 in CV 19 die Richtung innerhalb einer Verbundadresse umkehren. Auch die Zentrale kann eine Lok im Verband gedreht einordnen.
CV 29 Bit 0 definiert die digitale Richtung. Für analogen Gleich- oder Wechselstrombetrieb gelten Polarität und herstellerspezifische Einstellungen.
Nach einer Motorumkehr können Brems-, Tür- oder Führerstandsabläufe neu geprüft werden. Soundlogik und Fahrtrichtung sind teilweise gekoppelt.
Fahrtrichtung nicht erneut umkehren. Lichtleitungen, Platinenbelegung und Function Mapping getrennt korrigieren.
Motor- und Funktionsdecoder können getrennte Richtungswerte oder Decoderlocks besitzen. Beide Projekte einzeln prüfen.
Der Reset hat die individuelle Richtungsumkehr entfernt. Gesichertes Projekt oder dokumentierten CV-Wert wiederherstellen.
| Spurweite | Typische Ausführung | Besonders beachten |
|---|---|---|
| Z / N | Direktverdrahtung, NEM 651 oder Next18 | Kabel und Lötpads sind sehr klein; Motorleitungen nicht unnötig umlöten |
| TT | PluX12, Next18 und NEM 651 | Platinenbelegung und Decoderanleitung gemeinsam prüfen |
| H0 | NEM 652, PluX22, 21MTC und Next18 | Größte Vielfalt aus DCC, mfx, Motorola und OEM-Platinen |
| H0e / H0m | Microdecoder und direkte Kabelanschlüsse | Sehr beengten Einbauraum trotz H0-Maßstab berücksichtigen |
| 0 / 1 / G | Leistungsdecoder und Schraub- oder Lötanschlüsse | Mehrere Motoren, Servos, Licht- und Soundfunktionen getrennt prüfen |
Bei einem Decoderwechsel müssen Schnittstelle, Motorstrom, Protokoll, Ausgangsbelegung und Einbaumaße zum Modell passen. Die Produktkarten zeigen keine Verfügbarkeitsangaben.
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Produkt ansehen →Bit 0 in CV 29 kehrt im Digitalbetrieb die Fahrtrichtung und die richtungsabhängigen Lichtfunktionen um.
Ist der ausgelesene Wert gerade, wird 1 addiert. Ist er ungerade, wird 1 abgezogen. Andere CV-29-Einstellungen bleiben dadurch erhalten.
Wenn nur der Motor falsch fährt, das richtungsabhängige Licht aber bereits richtig zur gewünschten Fahrzeugfront passt.
Nein. Die digitale Fahrtrichtung wird durch den DCC-Fahrbefehl bestimmt. Rot und Schwarz sind die Gleisanschlüsse des Decoders.
CV 29 Bit 0 dreht Motor- und Lichtlogik gemeinsam. War zuvor nur der Motor falsch verdrahtet, muss stattdessen der Motoranschluss korrigiert werden.
Richtungseintrag der Zentrale oder Bit 7 der DCC-Verbundadresse in CV 19 kann die Lok innerhalb des Verbands umkehren.
Die DCC-Grunddefinition von Bit 0 betrifft den Digitalbetrieb. Analogrichtung und herstellerspezifische Einstellungen müssen getrennt geprüft werden.
Eine falsche Orientierung kann Motor- und Lichtfunktionen beeinflussen. Pin-1-Markierungen von Decoder und Buchse deshalb stromlos vergleichen.
Bestimmte mLD3- und mSD3-Decoder besitzen zusätzlich getrennte Einstellungen für Motor- und Lichtinversion. Die genaue CV-Tabelle der Decoderfamilie ist maßgeblich.
Bei einer normalen DCC-CV-Änderung nicht. Bei mfx bleibt der Lokdatensatz üblicherweise erhalten; nach größeren Projektänderungen sollte die Anmeldung geprüft werden.
Weitere Decoderhilfen, Schnittstellenvergleiche und Kaufberatungen finden Sie im zentralen Modelleisenbahn-Ratgeber.